Montag, 5. Dezember 2016

10. Gesamtschultag der Region Hannover: Hochbegabte Kinder verstehen und unterstützen - im alltäglichen Unterricht und darüber hinaus

Mittwoch, 1. Februar 2017  1. Workshop: 11.30-13.00 Uhr   2. Workshop: 14.00-15.30 Uhr

Begabte Kinder und Jugendliche stellen uns als Lehrkräfte oftmals vor Verständnisschwierigkeiten und Herausforderungen:
  • Wieso kann ein begabtes Kind einfachste Aufgaben nicht lösen?
  • Alle fügen sich bei der Gruppenarbeit ein, nur ein Kind nicht?
  • Will dieses Kind mit seiner „spitzfindigen“ Argumentation meine Autorität untergraben?
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit den Charakteristika begabter Schüler und Schülerinnen und sehen uns exemplarisch individuell passende Unterstützungsmöglichkeiten im alltäglichen Unterricht und darüber hinaus an.

Kosten: 20,- €uro (inkl. Verpflegung/Getränke und Material)
Anmeldungen: bis 15.12.2016 über die didaktische Leitung der eigenen Schule per Meldebogen an Didaktische Leitung IGS Wedemark carmen.mucha@igs-wedemark.de

Veranstaltungsort:
IGS Wedemark in Mellendorf
Campus W
Fritz-Sennheiser-Platz
330900 Wedemark

Donnerstag, 10. November 2016

Neuer Gesprächskreis (für Eltern, Lehrkräfte und weitere Interessierte) ab 2. März 2017


Beginn: 2. März 2017, 20.00 - 21.30 Uhr  4x donnerstags (an den folgenden Donnerstagen 6. April, 11. Mai und 8. Juni 2017)
Kurs 106.02: Begabte Kinder und Jugendliche in der Pubertät 
Begabte Kinder und Jugendliche stellen Eltern und Lehrer oftmals vor erhebliche Herausforderungen. Familienleben, Begabungsförderung, die Wahl der „richtigen“ Schule  sowie Berufs- und Zukunftsorientierung sind altersrelevante Themen. Dabei kommt es auch auf eine gelingende Kommunikation in der Familie an, um eine Lösung für die oft unterschiedlichen Bedürfnisse aller Familienmitglieder zu finden.
Die Abende werden jeweils durch einen Impulsvortrag zu den folgenden Themenbereichen eingeleitet:
  • Welches sind die besonderen sozial-emotionalen Bedürfnisse hochbegabter Kinder und Jugendlicher?
  • Woran ist erkennbar, dass unser Kind ein Problem hat? Was wäre eine adäquate Reaktion darauf?
  • Welche Bedürfnisse haben wir selbst und wie können wir sie erfolgreich kommunizieren?
  • Bestandsaufnahme unserer aktuellen Situation und die weitere Verbesserung unserer Kommunikation.
Im Anschluss werden die Erfahrungen und Fragestellungen der Teilnehmenden besprochen.
Weitere Infos: Tel. 0511-7307.9709
Kosten: 28,- Euro
Anmeldungen per Mail: info@vhs-langenhagen.de
Veranstaltungsort:
vhs-Treffpunkt
Konrad-Adenauer-Straße 17
30853 Langenhagen

Vortrag am 16. Mai 2017: Den passenden Beruf finden: Berufs- und Zukunftsorientierung für begabte Jugendliche

Dienstag, 16. Mai 2017, 18.15-20.45 Uhr
Kurs 106.04:
In Beratungsgesprächen berichten Eltern oft von besonderen Herausforderungen bei der Berufs- und Zukunftsorientierung ihrer hochbegabten Kinder. An diesem Abend lernen Sie die Komponenten für das Wohlbefinden eines Kindes/Jugendlichen kennen, die auch für die Begabungsförderung und Berufsorientierung entscheidend sind.
Wir werden an den folgenden Fragen arbeiten:
•     Wie kann ich die individuell wichtigen Komponenten für das Wohlbefinden meines Kindes/Jugendlichen herausarbeiten?
•     Welche Felder der schulischen und außerschulischen Begabungsförderung gibt es in der Sekundarstufe I und II?
•     Wie können Jugendliche ihre Stärken (und Schwächen) systematisch ermitteln?
•     Welche Komponenten sollten bei der Berufs- und Zukunftsorientierung berücksichtigt werden?
•     Wie können Jugendliche bei der Umsetzung ihrer Ziele unterstützt werden?
Es gilt, für diese besonderen Jugendlichen ggf. besondere, auf jeden individuell passende Bildungs- und Ausbildungswege zu finden!
Kosten: 10,50 €uro
Weitere Infos: Tel. 0511-7307.9709 oder 0511-7307.9712
Anmeldungen: Persönlich, unter info@vhs-langenhagen.de oder an der Abendkasse
Veranstaltungsort:
vhs-Treffpunkt
Konrad-Adenauer-Straße 17
30853 Langenhagen

Vortrag am 28. März 2017: Die passende Schule für mein Kind: Welche weiterführende Schule soll es sein?

Dienstag, 28. März 2017, 18.15-20.45 Uhr
Kurs 106.03:
Mit der Wahl der weiterführenden Schule stehen Eltern vor einer großen Verantwortung und Herausforderung. Es gilt, neben der passenden Schulform auch die für das eigene, hochbegabte Kind passende Schule zu ffinden.
In dieser Veranstaltung lernen Sie die Komponenten für das Wohlbeffinden eines Kindes kennen, die auch für die Wahl der weiterführenden Schule entscheidend sind.
Wir werden an den folgenden Fragen arbeiten:
•     Wie kann ich die individuell wichtigen Komponenten für das Wohlbefinden meines Kindes herausarbeiten?
•     Wie können diese Komponenten genutzt werden für die Wahl der Schullaufbahn?
•     Welche Bildungswege für die Schullaufbahn meines Kindes gibt es überhaupt?
•     Welche Felder der schulischen und außerschulischen Begabungsförderung gibt es in der weiterführenden Schule?
Letztendlich geht es darum, für diese besonderen Kinder individuell passende Kriterien für die Wahl der weiterführenden Schule zu entwickeln.
Kosten: 10,50 €uro
Weitere Infos: Tel. 0511-7307.9709 oder 0511-7307.9712
Anmeldungen: Persönlich, unter info@vhs-langenhagen.de oder an der Abendkasse
Veranstaltungsort:
vhs-Treffpunkt
Konrad-Adenauer-Straße 17
30853 Langenhagen

Montag, 31. Oktober 2016

Literaturliste Pädagogik: Begabte Kinder und Jugendliche

Schulkinder
Beglinger, M. & Largo, R. H. (2010). Schülerjahre: Wie Kinder besser lernen. München: Piper.

Haug-Schnabel, G. & Schnabel, N. (2008). Pubertät: Eltern-Verantwortung und Eltern-Glück. Ratingen: Oberstebrink.

Largo, R. H. & Czernin, M. (2015). Jugendjahre: Kinder durch die Pubertät begleiten (3. Aufl.). München: Piper.

Largo, R. H. (2002). Kinderjahre: Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung (6. Aufl.). München: Piper.

Riegel, E. (2004). Schule kann gelingen! Wie unsere Kinder wirklich fürs Leben lernen. Frankfurt: Fischer.

Seitz, M. & Hallwachs, U. (1996). Montessori oder Waldorf? Ein Orientierungsbuch für Eltern und Pädagogen. München: Kösel.

Valentin, L. (2000). Mit Kindern neue Wege gehen: Erziehung für die Welt von morgen. Reinbek: Rowohlt.

Wild, R. (1993). Kinder im Pesta: Erfahrungen auf dem Weg zu einer vorbereiteten Umgebung für Kinder. Freiamt: Arbor.

Wild, R. (1998a). Erziehung zum Sein: Erfahrungsbericht einer aktiven Schule. Freiamt: Arbor.

Wild, R. (1998b). Sein zum Erziehen: Mit Kindern leben lernen (6. Aufl.). Freiamt: Arbor.

Wild, R. (2000). Freiheit und Grenzen: Liebe und Respekt (3. Aufl.). Freiamt: Mit Kindern wachsen.

Wild, R. (2001). Lebensqualität für Kinder und andere Menschen: Erziehung und der Respekt für das innere Wachstum von Kindern und Jugendlichen. Weinheim: Beltz.

Das Gordonmodell - in der Familie
Gordon, T. (1975). Familienkonferenz: Die Lösung von Konflikten zwischen Eltern und Kind (6. Aufl.). Hamburg: Hoffmann und Campe.

Gordon, T. & Burch, N. (2002). Die neue Beziehungskonferenz: Effektive Konfliktbewältigung in Familie und Beruf. München: Heyne.

Gordon, T. (2002). Familienkonferenz in der Praxis: Wie Konflikte mit Kindern gelöst werden (16. Aufl.). München: Heyne.

Gordon, T. (2003). Die neue Familienkonferenz: Kinder erziehen ohne zu strafen (17. Aufl.). München: Heyne.

Künstlerische und literarische Begabungsförderung: Rund um Kunst, Kultur und Schreiben

Für alle Eltern und Lehrkräfte, die künstlerisch und literarisch interessierte Kinder und Jugendliche bei der Entfaltung ihrer Begabungen in der näheren und weiteren Umgebung von Hannover und Niedersachsen unterstützen wollen. Hier einige Anregungen. Gerne nehme ich weitere Hinweise und Tipps auf (Mail an k.brausewetter@web.de)!



1. Kunst und Kultur:
- Kunstschulen in der Region Hannover
- Kunstschule Kunstwerk e.V. in der Südstadt (Hannover): mein Sohn hat dort früher längere Zeit einen Comic-Zeichen-Kurs besucht und war ganz begeistert
- Sprengelmuseum Hannover: Museumspädagogik, Kunstkurse
2. Literatur:
- Kurse zum Schreiben, z.B. in Schreibwerkstätten, beispielsweise Gyde Callesen in Hannover
- Tipps dazu auch vom Literaturhaus Hannover

Veröffentlichungsformen:
Ich wünsche allen Beteiligten, genußreiche Einblicke in die kreative Welt von Kunst, Kultur und Literatur!

Eure Kerstin Brausewetter

Dienstag, 25. Oktober 2016

Gesprächskreis 2. Sitzung: Die Bedürfnisse unseres begabten Kindes

Gesprächskreis für Eltern, Lehrkräfte und weitere Interessierte:
Begabte Kinder und Jugendliche in der Pubertät     

Begabte Kinder und Jugendliche stellen Eltern und Unterrichtende oftmals vor erhebliche Herausforderungen. Familienleben, Begabungsförderung, die Wahl der „richtigen“ Schule sowie Berufs- und Zukunftsorientierung sind altersrelevante Themen. Auch außerschulische Förderung und ehrenamtliches Engagement im Sinne eines anderen Ich-Erlebens der Jugendlichen spielen eine große Rolle.

Die Abende werden jeweils durch einen Impulsvortrag der Gesprächskreisleiterin zu den folgenden Themenbereichen eingeleitet:

Beim zweiten Termin werden wir uns beschäftigen mit den Bedürfnissen unserer Kinder.

Im Anschluss werden die Erfahrungen und Fragestellungen der Teilnehmenden besprochen. Dieser Gesprächskreis bietet die Gelegenheit zum Austausch von Informationen und Erfahrungen.

Wie tickt mein Kind? Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen

Die Maslowsche Bedürfnispyramide habe ich schon im letzten Blogartikel Was brauche ich? 5 Bedürfnisebenen von Müttern und Vätern vorgestellt.
Die dort vorgestellten Bedürfnisebenen gelten nicht nur für uns Eltern, sondern ebenso für unsere Kinder und Jugendlichen!
Nach dem Zürcher Fitkonzept (Largo 2002) gibt es drei Hauptkomponenten, die zum Wohlbefinden unserer Kinder und Jugendlichen beitragen:
  • Geborgenheit
  • Zuwendung und soziale Anerkennung
  • Entwicklung und Leistung.
Die drei Komponenten verändern sich im Laufe der Kindheit und Jugend:
Während die Bedeutung von Geborgenheit durch die Nähe von Bezugspersonen vom Säugling zum Jugendlichen immer weiter abnimmt, werden Zuwendung und soziale Anerkennung sowie die eigene Leistungsfähigkeit immer wichtiger.
Die Bedeutung der drei Komponenten ist aber nicht nur vom jeweiligen Entwicklungsalter abhängig, sondern auch individuell unterschiedlich.

Ich habe dabei zwei getestet hochbegabte Mädchen vor Augen, die beide zwei Klassen übersprungen hatten und mit 14 Jahren in die gymnasiale Oberstufe eintraten:
1. Marie interessiert sich schon seit mehreren Jahren für biologische und medizinische Fragestellungen und hat den vordringlichen Wunsch, Ärztin zu werden. Sie setzt alles daran, eine möglichst gute Abiturnote zu erhalten, um auf jeden Fall einen Medizinstudienplatz zu erhalten. Sie arbeitet sehr hart sowohl in ihren Leistungskursen, als auch in ihren Grundkursen, um möglichst gute Noten zu erhalten, was ihr auch gelingt. Dabei sind 15, und nicht 14 Punkte ihr Ziel (Note 1+ statt einer glatten 1). Sie absolviert freiwillig Praktika im Krankenhaus, engagiert sich in einer Initiative zur Förderung junger Mädchen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und gibt Nachhilfe, um sich von diesem Geld medizinische Fachbücher zu kaufen. In ihrer spärlichen Freizeit arbeitet sie diese Fachbücher durch. Sie erringt mit ihrem Beitrag beim Wettbewerb Schüler experimentieren den Landessieg. Eine vorgeschlagene Hochstufung zum Wettbewerb Jugend forscht lehnt sie ab, weil dies mit den schulischen Anforderungen der intensiven Vorbereitung auf die Klausuren kollidiert.
Marie verbringt ihre Freizeit hauptsächlich mit ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten. Von dem Zusammensein mit Gleichaltrigen/Gleichbefähigten berichtet sie nie.
Die Bedeutung der drei Komponenten für ihr Wohlbefinden und Selbstwertgefühl lassen sich bei ihr folgendermaßen darstellen:
Bei Marie liegt eine starke Ausprägung der Geborgenheit durch ihre Familie bei gleichzeitig großer Wichtigkeit von Entwicklung und Leistung innerhalb und außerhalb der Schule. Zuwendung und soziale Anerkennung sind eher gering ausgeprägt und beziehen sich dann auf die Anerkennung durch Erwachsene wie Lehrer und fachliche Betreuer.
2. Dorothea interessiert sich dagegen mäßig für die Schule: Politik und Geschichte sind ihr wichtig, um in Gesprächen gebildet zu wirken, Deutsch und Fremdsprachen, um sich gut ausdrücken zu können. Mathematik und die Naturwissenschaften sind unwichtig für sie, beim zweiten Springen hat sie anscheinend den fachlichen Anschluss in Physik und Chemie verloren. Im Gegensatz zu Marie weiß sie noch nicht, was sie nach dem Abitur machen will.
Sie fühlt sich durch die Schule und die zeitlich umfangreiche Anwesenheit dort gestresst, die sie in ihren zeitlichen Möglichkeiten außerhalb der Schule stark einschränken. Außerdem langweilt sie sich oft in der Schule. Das Beste an der Schule sei, dass sie dort ihre Freunde treffe.
In ihrer spärlichen Freizeit beschäftigt sie sich mit Musik und spielt seit mehreren Jahren ein Instrument. Das macht ihr sehr viel Freude. Sie genießt den Unterricht bei ihrer sehr kompetenten Musikschullehrerin. Sie liest gerne und schaut gerne Filme.
Sie engagiert sich sehr als Teamerin in einer Konfirmandengruppe. Diese Aufgabe hat sie zusammen mit ihrer Freundin übernommen. Dafür hat sie auch bereits die Ausbildung im Rahmen der Jugendleitercard absolviert.
Am allerliebsten trifft sie sich in ihrer Freizeit mit ihren Freundinnen und unternimmt etwas mit ihnen.
Dorothea hat ein gutes und enges Verhältnis zu ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten. Gerne besucht sie auch alleine ihre Verwandtschaft.

Die Bedeutung der drei Komponenten für Wohlbefinden und Selbstwertgefühl fallen bei Dorothea folgendermaßen aus:
Für sie sind die Geborgenheit durch ihre Familie sowie die Zuwendung und soziale Anerkennung durch Freunde und Konfirmandengruppe sehr groß. Die Wichtigkeit von Entwicklung und Leistung innerhalb der Schule sind momentan für sie von geringer Bedeutung.

Wie sieht es bei deinem Kind aus?
Erstell für dich einmal eine Übersicht, wie du die aktuelle Bedeutung der drei Komponenten für das Wohlbefinden deines Kindes einschätzt.

Ausblick
In den nächsten Blogartikeln werde ich darauf eingehen, wie du ein für dein Kind passendes Umfeld finden kannst/mit aufbauen kannst.
Dabei beleuchte ich im Einzelnen die Familie, die Schule und die Freizeit!

Ich freue mich auf deine Kommentare!

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Kerstin

Literatur
Largo, R.H. (2002). Kinderjahre: Die Individualität des Kindes als erziehrische Herausforderung (6. Aufl.). München: Pieper