Mittwoch, 21. Dezember 2016

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Herbstferien 2017: Begabte Jugendliche auf Erfolgskurs!



Das Bildungshaus Zeppelin im schönen Goslar bietet in den niedersächsischen Herbstferien 2017 von Sonntag, 8. Oktober bis Donnerstag, 12. Oktober 2017 eine Jugendbegegnung rund um das Thema (berufliche) Zukunft der begabten Jugendlichen der Klassen 9 bis 13. Die Jugendlichen ermitteln ihre Stärken, hören von Gästen aus Wirtschaft und Hochschule, was sie später brauchen, und haben viel Spaß (und manche Erkenntnis) in abwechslungsreichen Spielen und praktischen Übungen.
Das Ganze für 258,- Euro pro Person und in toller Lage am Fuße des Harzes!

Falls in Deinem Bundesland gerade keine Herbstferien sind, beantrage Unterrichtsbefreiung für diese Maßnahme der Berufsorientierung!

Wir sehen uns im Oktober in Goslar!!!
Ich freue mich auf Dich
Kerstin Brausewetter

Nähere Informationen und Anmeldung unter: http://www.bildungshaus-zeppelin.de/Detailansicht.223+M5a170e29f28.0.html





Montag, 12. Dezember 2016

Wo stimmt die Chemie? PISA-Studie, CyberMentor und mein erstes Spiegelinterview

Landauf, landab wird wieder einmal die PISA-Frage gestellt: Was läuft falsch in unserem Land? So titelte der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe Die Chemie stimmt nicht (Der Spiegel, 10.12.2016, S. 57): PISA-Forscher hätten herausgefunden, dass deutsche Schüler zwar Naturwissenschaften beherrschten, aber nicht möchten. In dem Artikel werden Ursachen diskutiert und Verbesserungsvorschläge erörtert (ebd.).

Als eine Möglichkeit wird auf die Online-Plattform CyberMentor verwiesen, bei der MINT-interessierte Mädchen 1 Jahr lang ein Mentoring von einer erfahrenen MINT-Frau erhalten. Sie tauschen sich über Chat, Mail und ein Forum aus, diskutieren private Themen ebenso wie schulische Belange, Studienmöglichkeiten und Berufsaussichten. Manchmal führen sie auch gemeinsam Projekte und sogar Experimente durch!


CyberMentor wurde gerade für seine vorbildliche Arbeit und weitreichenden Wirkungen mit dem 2016 Award as Digital Impact Organisation of the Year ausgezeichnet! Für alle MINT-interessierten Mädchen ab 12 gibt es jetzt die Möglichkeit, sich zu registrieren und dann bald richtig durchzustarten!

Ich bin in diesem Artikel nicht nur als Fachfrau interviewt worden, ich habe auch bereits seit Jahren dazu gearbeitet und geschrieben, damit die Chemie stimmt! Und das mit meiner ganz eigenen Sicht, die manchmal nicht konform geht mit den herkömmlichen Meinungen an Schulen und Hochschulen.
Bei mir steht immer zunächst der einzelne Lerner im Mittelpunkt: egal, ob es sich dabei um das kleine Kind, den Schüler der Mittelstufe, den Studenten oder den angehenden Lehrer handelt. Durch meine umfangreichen praktischen Erfahrungen habe ich immer wieder erlebt, dass insbesondere die Chemie für viele Lerner ein Buch mit sieben Siegeln ist. Aber man kann lernen, diese Siegel zu öffnen oder mit einer anderen Herangehensweise diese Verwirrung in den Köpfen der Lerner gar nicht erst entstehen zu lassen. Erfahrungen wie der Ausspruch einer Studentin im FH-Studiengang Biowissenschaftliche Kommunikation "Ich kann ja doch Chemie!" gehören für mich immer wieder zu den Highlights meiner Lehr- und Unterrichtstätigkeiten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist mir die Entwicklung von solidem, chemischen Grundlagenwissen, orientiert an den chemischen Basiskonzepten. Dabei strebe ich an, dass der Lerner im Kleinkind- und Kindergartenalltag zunächst implizite Erfahrungen mit den Phänomenen macht, die diesen Basiskonzepten zugrundeliegen. Ab der grundschule können diese Basiskonzepte dann auch langsam und methodisch sorgfältig bewusst gemacht werden.

So habe ich mich auf den Weg gemacht und geschaut, welche Entwicklungsstufen Babys und Kleinkinder typischerweise durchlaufen und wie diese mit naturwissenschaftlichen Vorläuferfertigkeiten zusammenhängen. Insbesondere im Krippen- und Kindergartenalter halte ich es für die meisten Kinder (über Ausnahmen z.B. bei begabten Kindern spreche ich weiter unten) für wichtig, Erfahrungen auf der Ebene der Phänomene zu machen, zu einem Basiskonzept gerne auch verschiedene Beispiele erlebt und gespürt zu haben. So sind die Zuordnung der Basiskonzepte zu den Entwicklungsstufen (für das Krippenalter) bzw. zu den naturwissenschaftlichen Aktivitäten auch für die erwachsenen Begleitpersonen (z.B. Eltern und pädagogische Fachkräfte) gedacht. Mir geht es darum, ihnen die Arbeit zu erleichtern, insbesondere dann, wenn sie über keine naturwissenschaftliche und naturwissenschaftsdidaktische Ausbildung verfügen.

1. Hier das erste Buch zu Babys und Kleinkindern:
Ich bin ganz begeistert und habe mir damit einen Traum erfüllt: der Zusammenhang zwischen körperlich-geistiger Entwicklung bei kleinen Kindern und der Förderung intuitiven naturwissenschaftlichen Wissens beschäftigt mich schon viele Jahre! Es geht darum, wie wir bei ihnen grundlegendes, naturwissenschaftliches Interesse und Wissen individuell unterstützen können:
The Brausewetter Emergent Science Curriculum: How to enhance intuitive science knowledge in infants and toddlers 
Es kann bestellt werden: http://www.amazon.de/Brausewetter-Emergent-Science-Curriculum-intuitive-ebook/dp/B01CDFGZR6
2. Das zweite Buch für das Kindergartenalter:
Das E-Buch informiert über Möglichkeiten der individuellen Förderung naturwissenschaftlicher Interessen und Begabungen im Vorschul- und Kindergartenalter in Kindertagesstätten. Hier finden Sie auch eine systematische Übersicht über die gemeinsamen Referenzniveaus des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Naturwissenschaften und wie sie insbesondere zur Förderung begabter Kinder genutzt werden können. Dies beinhaltet dann durchaus ein Abweichen von meiner Aussage oben, dass Kinder im Krippen- und Kindergartenalter erst Erfahrungen auf der Ebene der Phänomene machen sollen:
The Brausewetter Preschool Science Curriculum: How to develop science talent in the early years

3. Das dritte Buch für das Kindergarten- und Vorschulalter: Aktivitäten für zu Hause
Das E-Buch informiert mit seinem umfassenden Experimentierteil über Möglichkeiten der individuellen Förderung naturwissenschaftlicher Interessen und Begabungen im Kindergarten- und Grundschulalter zu Hause! Für alle Eltern unausgelasteter Kinder mit naturwissenschaftlicher Begeisterung:  
Brausewetters naturwissenschaftliche Begabungsförderung: Küchenchemie

Hier kann es bestellt werden: http://www.amazon.de/Brausewetters-naturwissenschaftliche-Begabungsförderung-Küchenchemie-ebook/dp/B016EBUPKS

4. Das vierte Buch für die weiterführende Schule: Mein neuer #Bestseller
Auch in diesem Buch steht das einzelne Kind mit seinen Bedürfnissen im Zentrum. Die Besonderheit ist ein Unterricht am gemeinsamen Gegenstand, der auf drei Niveaus differenziert und so vom Förderschüler bis zum begabten Kind alle individuell arbeiten lässt. Die Kinder erfahren Stoffe mit ihren Sinnen, machen einen Ausflug in die Sensorik in der Automobilindustrie, untersuchen Schokolade und Werkstoffe und beschäftigen sich abschließend mit dem Teilchenmodell. Dabei experimentieren die Schüler selbstständig, wie es sich für eine Naturwissenschaft gehört!
Neben der Schule ist dieses Buch auch für Eltern unausgelasteter Kinder mit naturwissenschaftlicher Begeisterung sehr interessant und hilfreich:
Stoffe und Stoffeigenschaften: Chemie differenziert unterrichten ist gerade erschienen!

Stoffe und Stoffeigenschaften - Buch
Zu bestellen unter: http://www.auer-verlag.de/07773-stoffe-und-stoffeigenschaften.html
Band 2 zu Gemischen und ihrer Trennung wird gerade lektoriert. 

Diese Materialien bieten sich für pädagogische Fachkräfte und Lehrer an, ebenso wie für Eltern und Kursleiter, die für begabte Kinder, die sich für den MINT-Bereich interessieren, Förderung zu Hause und/oder außerhalb von KiTa/Schule ermöglichen wollen!

 

Montag, 31. Oktober 2016

Literaturliste für Eltern begabter Kinder und Jugendlicher

Die mit einem * gekennzeichneten Publikationen habe ich in meinem Interview beim Online-Kongress Hochbegabte Kinder entspannt & schlau begleiten empfohlen:



Pädagogik

Beglinger, M. & Largo, R. H. (2010). Schülerjahre: Wie Kinder besser lernen. München: Piper.

Brausewetter, K. (2017). Hochbegabung: Underachievement und seine Vermeidung. Verfügbar unter https://keep-cool-mama.de/2017/03/15/hochbegabung-underachievement-und-seine-vermeidung/
 
Brausewetter, K. (2017). Interviewreihe: Tipps für Eltern von Coaches Nr. 5. Verfügbar unter http://kleinwirdgross.de/2017/01/20/interviewreihe-tipps-fuer-eltern-von-coaches-nr-5/  


Brausewetter, K. (2015). Kriterien für den Wechsel zur weiterführenden Schule. Verfügbar unter http://www.amazon.de/Kriterien-Wechsel-weiterf%C3%BChrenden-Schule-Begabungsf%C3%B6rderung-ebook/dp/B019ERAUA4  

*Bundesagentur für Arbeit & Länder der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.) (2013). Studien- & Berufswahl 2013/2014 (43. Aufl.). Nürnberg: WillmyCC.  

*DIE & IES (2012). ProfilPASS für junge Menschen (2. Aufl.). Verfügbar unter  http://www.profilpass-fuer-junge-menschen.de/download

*Haug-Schnabel, G. & Schnabel, N. (2008). Pubertät: Eltern-Verantwortung und Eltern-Glück. Ratingen: Oberstebrink.

Largo, R. H. & Czernin, M. (2015). Jugendjahre: Kinder durch die Pubertät begleiten (3. Aufl.). München: Piper.

*Largo, R. H. (2002). Kinderjahre: Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung (6. Aufl.). München: Piper.

Riegel, E. (2004). Schule kann gelingen! Wie unsere Kinder wirklich fürs Leben lernen. Frankfurt: Fischer.

Seitz, M. & Hallwachs, U. (1996). Montessori oder Waldorf? Ein Orientierungsbuch für Eltern und Pädagogen. München: Kösel.

Valentin, L. (2000). Mit Kindern neue Wege gehen: Erziehung für die Welt von morgen. Reinbek: Rowohlt.

Wild, R. (1993). Kinder im Pesta: Erfahrungen auf dem Weg zu einer vorbereiteten Umgebung für Kinder. Freiamt: Arbor.

Wild, R. (1998a). Erziehung zum Sein: Erfahrungsbericht einer aktiven Schule. Freiamt: Arbor.

Wild, R. (1998b). Sein zum Erziehen: Mit Kindern leben lernen (6. Aufl.). Freiamt: Arbor.

Wild, R. (2000). Freiheit und Grenzen: Liebe und Respekt (3. Aufl.). Freiamt: Mit Kindern wachsen.

Wild, R. (2001). Lebensqualität für Kinder und andere Menschen: Erziehung und der Respekt für das innere Wachstum von Kindern und Jugendlichen. Weinheim: Beltz.

Gelingende Familienkommunikation - Das Gordonmodell in der Familie

Gordon, T. (1975). Familienkonferenz: Die Lösung von Konflikten zwischen Eltern und Kind (6. Aufl.). Hamburg: Hoffmann und Campe.

Gordon, T. & Burch, N. (2002). Die neue Beziehungskonferenz: Effektive Konfliktbewältigung in Familie und Beruf. München: Heyne.

Gordon, T. (2002). Familienkonferenz in der Praxis: Wie Konflikte mit Kindern gelöst werden (16. Aufl.). München: Heyne.

Gordon, T. (2003). Die neue Familienkonferenz: Kinder erziehen ohne zu strafen (17. Aufl.). München: Heyne.

Naturwissenschaftliche Begabungsförderung

Brausewetter, K. (2017). Gemische und ihre Trennung: Chemie differenziert unterrichten. Augsburg: Auer.

Brausewetter, K. (2016). Stoffe und Stoffeigenschaften: Chemie differenziert unterrichten. Augsburg: Auer. Verfügbar unter http://www.auer-verlag.de/sekundarstufe/07773-stoffe-und-stoffeigenschaften.htm

Brausewetter, K. (2016). The Brausewetter Emergent Science Curriculum: How to enhance intuitive science knowledge in infants and toddlers. Verfügbar unter http://www.amazon.de/Brausewetter-Emergent-Science-Curriculum-intuitive-ebook/dp/B01CDFGZR6

Brausewetter, K. (2015). The Brausewetter Preschool Science Curriculum: How to develop science talent in the early years. Verfügbar unter http://www.amazon.de/Brausewetter-Preschool-Science-Curriculum-scientific-ebook/dp/B013J8DYPC

Brausewetter, K. (2015). Brausewetters naturwissenschaftliche Begabungsförderung: Küchenchemie [Kindle Edition]. Erhältlich unter http://www.amazon.de/Brausewetters-naturwissenschaftliche-Begabungsförderung-Küchenchemie-ebook/dp/B016EBUPKS

Künstlerische und literarische Begabungsförderung: Rund um Kunst, Kultur und Schreiben

Für alle Eltern und Lehrkräfte, die künstlerisch und literarisch interessierte Kinder und Jugendliche bei der Entfaltung ihrer Begabungen in der näheren und weiteren Umgebung von Hannover und Niedersachsen unterstützen wollen. Hier einige Anregungen. Gerne nehme ich weitere Hinweise und Tipps auf (Mail an k.brausewetter@web.de)!



1. Kunst und Kultur:
- Kunstschulen in der Region Hannover
- Kunstschule Kunstwerk e.V. in der Südstadt (Hannover): mein Sohn hat dort früher längere Zeit einen Comic-Zeichen-Kurs besucht und war ganz begeistert
- Sprengelmuseum Hannover: Museumspädagogik, Kunstkurse
2. Literatur:
- Kurse zum Schreiben, z.B. in Schreibwerkstätten, beispielsweise Gyde Callesen in Hannover
- Tipps dazu auch vom Literaturhaus Hannover

Veröffentlichungsformen:
Ich wünsche allen Beteiligten, genußreiche Einblicke in die kreative Welt von Kunst, Kultur und Literatur!

Eure Kerstin Brausewetter

Dienstag, 25. Oktober 2016

Gesprächskreis 2. Sitzung: Die Bedürfnisse unseres begabten Kindes

Gesprächskreis für Eltern, Lehrkräfte und weitere Interessierte:
Begabte Kinder und Jugendliche in der Pubertät     

Begabte Kinder und Jugendliche stellen Eltern und Unterrichtende oftmals vor erhebliche Herausforderungen. Familienleben, Begabungsförderung, die Wahl der „richtigen“ Schule sowie Berufs- und Zukunftsorientierung sind altersrelevante Themen. Auch außerschulische Förderung und ehrenamtliches Engagement im Sinne eines anderen Ich-Erlebens der Jugendlichen spielen eine große Rolle.

Die Abende werden jeweils durch einen Impulsvortrag der Gesprächskreisleiterin zu den folgenden Themenbereichen eingeleitet:

Beim zweiten Termin werden wir uns beschäftigen mit den Bedürfnissen unserer Kinder.

Im Anschluss werden die Erfahrungen und Fragestellungen der Teilnehmenden besprochen. Dieser Gesprächskreis bietet die Gelegenheit zum Austausch von Informationen und Erfahrungen.

Wie tickt mein Kind? Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen

Die Maslowsche Bedürfnispyramide habe ich schon im letzten Blogartikel Was brauche ich? 5 Bedürfnisebenen von Müttern und Vätern vorgestellt.
Die dort vorgestellten Bedürfnisebenen gelten nicht nur für uns Eltern, sondern ebenso für unsere Kinder und Jugendlichen!
Nach dem Zürcher Fitkonzept (Largo 2002) gibt es drei Hauptkomponenten, die zum Wohlbefinden unserer Kinder und Jugendlichen beitragen:
  • Geborgenheit
  • Zuwendung und soziale Anerkennung
  • Entwicklung und Leistung.
Die drei Komponenten verändern sich im Laufe der Kindheit und Jugend:
Während die Bedeutung von Geborgenheit durch die Nähe von Bezugspersonen vom Säugling zum Jugendlichen immer weiter abnimmt, werden Zuwendung und soziale Anerkennung sowie die eigene Leistungsfähigkeit immer wichtiger.
Die Bedeutung der drei Komponenten ist aber nicht nur vom jeweiligen Entwicklungsalter abhängig, sondern auch individuell unterschiedlich.

Ich habe dabei zwei getestet hochbegabte Mädchen vor Augen, die beide zwei Klassen übersprungen hatten und mit 14 Jahren in die gymnasiale Oberstufe eintraten:
1. Marie interessiert sich schon seit mehreren Jahren für biologische und medizinische Fragestellungen und hat den vordringlichen Wunsch, Ärztin zu werden. Sie setzt alles daran, eine möglichst gute Abiturnote zu erhalten, um auf jeden Fall einen Medizinstudienplatz zu erhalten. Sie arbeitet sehr hart sowohl in ihren Leistungskursen, als auch in ihren Grundkursen, um möglichst gute Noten zu erhalten, was ihr auch gelingt. Dabei sind 15, und nicht 14 Punkte ihr Ziel (Note 1+ statt einer glatten 1). Sie absolviert freiwillig Praktika im Krankenhaus, engagiert sich in einer Initiative zur Förderung junger Mädchen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und gibt Nachhilfe, um sich von diesem Geld medizinische Fachbücher zu kaufen. In ihrer spärlichen Freizeit arbeitet sie diese Fachbücher durch. Sie erringt mit ihrem Beitrag beim Wettbewerb Schüler experimentieren den Landessieg. Eine vorgeschlagene Hochstufung zum Wettbewerb Jugend forscht lehnt sie ab, weil dies mit den schulischen Anforderungen der intensiven Vorbereitung auf die Klausuren kollidiert.
Marie verbringt ihre Freizeit hauptsächlich mit ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten. Von dem Zusammensein mit Gleichaltrigen/Gleichbefähigten berichtet sie nie.
Die Bedeutung der drei Komponenten für ihr Wohlbefinden und Selbstwertgefühl lassen sich bei ihr folgendermaßen darstellen:
Bei Marie liegt eine starke Ausprägung der Geborgenheit durch ihre Familie bei gleichzeitig großer Wichtigkeit von Entwicklung und Leistung innerhalb und außerhalb der Schule. Zuwendung und soziale Anerkennung sind eher gering ausgeprägt und beziehen sich dann auf die Anerkennung durch Erwachsene wie Lehrer und fachliche Betreuer.
2. Dorothea interessiert sich dagegen mäßig für die Schule: Politik und Geschichte sind ihr wichtig, um in Gesprächen gebildet zu wirken, Deutsch und Fremdsprachen, um sich gut ausdrücken zu können. Mathematik und die Naturwissenschaften sind unwichtig für sie, beim zweiten Springen hat sie anscheinend den fachlichen Anschluss in Physik und Chemie verloren. Im Gegensatz zu Marie weiß sie noch nicht, was sie nach dem Abitur machen will.
Sie fühlt sich durch die Schule und die zeitlich umfangreiche Anwesenheit dort gestresst, die sie in ihren zeitlichen Möglichkeiten außerhalb der Schule stark einschränken. Außerdem langweilt sie sich oft in der Schule. Das Beste an der Schule sei, dass sie dort ihre Freunde treffe.
In ihrer spärlichen Freizeit beschäftigt sie sich mit Musik und spielt seit mehreren Jahren ein Instrument. Das macht ihr sehr viel Freude. Sie genießt den Unterricht bei ihrer sehr kompetenten Musikschullehrerin. Sie liest gerne und schaut gerne Filme.
Sie engagiert sich sehr als Teamerin in einer Konfirmandengruppe. Diese Aufgabe hat sie zusammen mit ihrer Freundin übernommen. Dafür hat sie auch bereits die Ausbildung im Rahmen der Jugendleitercard absolviert.
Am allerliebsten trifft sie sich in ihrer Freizeit mit ihren Freundinnen und unternimmt etwas mit ihnen.
Dorothea hat ein gutes und enges Verhältnis zu ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten. Gerne besucht sie auch alleine ihre Verwandtschaft.

Die Bedeutung der drei Komponenten für Wohlbefinden und Selbstwertgefühl fallen bei Dorothea folgendermaßen aus:
Für sie sind die Geborgenheit durch ihre Familie sowie die Zuwendung und soziale Anerkennung durch Freunde und Konfirmandengruppe sehr groß. Die Wichtigkeit von Entwicklung und Leistung innerhalb der Schule sind momentan für sie von geringer Bedeutung.

Wie sieht es bei deinem Kind aus?
Erstell für dich einmal eine Übersicht, wie du die aktuelle Bedeutung der drei Komponenten für das Wohlbefinden deines Kindes einschätzt.

Ausblick
In den nächsten Blogartikeln werde ich darauf eingehen, wie du ein für dein Kind passendes Umfeld finden kannst/mit aufbauen kannst.
Dabei beleuchte ich im Einzelnen die Familie, die Schule und die Freizeit!

Ich freue mich auf deine Kommentare!

Lass es dir gutgehen
Kerstin

Literatur
Largo, R.H. (2002). Kinderjahre: Die Individualität des Kindes als erziehrische Herausforderung (6. Aufl.). München: Pieper
 

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Literaturlisten Naturwissenschaften: für Kinder und für Erwachsene

Für Kinder

Kindergarten und frühe Grundschulzeit

Cook, J. & Chisholm, J. (2000). Alles, was ich wissen will (Bd. 1 und 2). Ravensburg: Ravensburger.

Mitgutsch, Ali. Vom Korn zum Brot.

Mitgutsch, Ali. Vom Schaf zum Schal.

Mitgutsch, Ali. Vom Baum zum Tisch.

Mitgutsch, Ali. Vom Kern zur Birne.

Radünz, I. & Röhner, T. (1999). Das Wackelzahnbuch: Alles über deine Milchzähne. Münster: Coppenrath.

Rübel, D. (2001). Woher die kleinen Kinder kommen. Ravensburg: Ravensburger.

Schulkinder (Grundschule und frühe Sekundarstufe I)

Baege, K. (Red.). (2006). Unsere Erde: Faszination Wissen. Ravensburg: Ravensburger.

Haller, K. & Wolff, T. (2004). Reise durch das Universum: Drei Expeditionen voller Abenteuer. Bremen: Beste Zeiten.

Jaenicke, J., Jungbauer, W. & Konopka, H.-P. (Hrsg.). (2001). Netzwerk Biologie: Ein Lehr- und Arbeitsbuch (Bd. 2). Hannover: Schroedel.

Kisser-Priesack, Gabriele (2005). Maras Reisen: Das Abenteuer der Entstehung des Lebens auf der Erde: Berlin: Ullstein.

Schulkinder (Sekundarstufe I und II)

Vester, F. (1987). Wasser=Leben: Ein kybernetisches Umweltbuch mit 5 Kreisläufen des Wassers. Ravensburg: Ravensburger.

Französischsprachig

Hédelin, P. & Barborini, R. (2007). Le grand livre animé du corps humain. Toulouse: Milan.

Für Eltern

Experimentierbuch für zu Hause
Brausewetter, K. (2015). Brausewetters naturwissenschaftliche Begabungsförderung: Küchenchemie [Kindle Edition]. Erhältlich unter http://www.amazon.de/Brausewetters-naturwissenschaftliche-Begabungsförderung-Küchenchemie-ebook/dp/B016EBUPKS

Hintergrundinformationen
Charpak, G. (2006). La main à la pate - Wissenschaft zum Anfassen: Naturwissenschaften in Kindergarten und Grundschule. Weinheim: Beltz.

Elschenbroich, D. (2002). Weltwissen der Siebenjährigen: Wie Kinder die Welt entdecken können. München: Kunstmann.

Jampert, K., Leuckefeld, K., Zehnbauer, A. & Best, P. (2006). Sprachliche Förderung in der Kita: Wie viel Sprache steckt in Musik, Bewegung, Naturwissenschaften und Medien? Weimar: das netz.

Elschenbroich, D. (2005). Weltwunder: Kinder als Naturforscher. München: Kunstmann.

Hartmann, M. (2006). Astronomie – ein Kinderspiel: Sonne, Erde, Mond. Weinheim: Beltz.

Kahl, R. (2006). Die Entdeckung der frühen Jahre: Die Initiative McKinsey bildet. Zur frühkindlichen Bildung. Archiv der Zukunft.

Englischsprachig

MacFarlane, B. (Ed.). (2015). STEM Education for High-Ability Learners: Designing and Implementing Programming. Waco, TX: Prufrock.

Dienstag, 18. Oktober 2016

Selbstlern-Kurs "Gut leben mit Hochbegabung!"

Dieser Selbstlern-Kurs ist für alle Eltern mit hochbegabten Kindern und Jugendlichen gedacht, die sich in einem (emotionalen) Chaos befinden und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.
Mit kurzen Texten und pragmatischen Arbeitsblättern führt Euch der Kurs zu neuen Erkenntnissen und dazu, Ordnung ins Chaos zu bringen und Euren nächsten Schritt zur Schaffung einer passenden Umgebung für Euer Kind/Euren Jugendlichen in Familie, Schule oder Freizeit zu planen. Am Ende des Kurses habt Ihr Euren persönlichen Fahrplan für diesen nächsten Schritt erarbeitet, seid wieder handlungsfähig und somit raus aus dem Chaos!

Wer ganz unverbindlich (=kostenlos) in das Angebot reinschnuppern möchte, erhält das 1. Thema  frei zugemailt! Dazu einfach anmelden unter der unten angegebenen Adresse und im Nachrichtenfeld zusätzlich "Kostenloser Test Selbstlernkurs 1. Thema" eingeben!

Ich freue mich auf Euch!
Eure Kerstin

Kosten: 49,- Euro

Anmeldung/Buchung: über das Kontaktformular
(bitte Stichwort "Selbstlern-Kurs Gut leben mit Hochbegabung" angeben!)

Freitag, 14. Oktober 2016

(Außerschulische) Förderangebote im Bereich MINT

Für alle Eltern, Lehrkräfte und Erzieher, die mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch interessierte Kinder und Jugendliche bei der Entfaltung ihrer Begabungen in der näheren und weiteren Umgebung von Hannover unterstützen wollen. Hier einige Anregungen. Gerne nehme ich weitere Hinweise und Tipps auf (Mail an. k.brausewetter@web.de)!

Anbieter
Kinderakademie Fantasticus http://www.cjd-hannover.de/angebote/kinderakademie-fantasticus/programm-2016-2017/

Volkshochschule Hannover-Land http://www.vhs-hannover-land.de/files/programmhefte/2016-2/Flexi-Sonderprogramm_2-2016_web.pdf

Ina May Talentförderung: Technisch-naturwissenschaftliche Förderprojekte Klasse 3 bis 12  http://may-talentfoerderung.de/

Computercamp im Ferienlager für Kinder und Erwachsene (von einem Elternteil empfohlen, weil der eigene Sohn dort teilgenommen hatte und ganz begeistert war): http://www.computercamp.de/computerkurse-ferienlager/

Roboter-Ferienkurse (von einem Elternteil mitgeteilt): http://www.q-fin.de/ferienkurse/

MINT-Begabungsförderung in der Region Hannover (umfassende Übersichten): https://www.mint-hannover-region.de/page/unsere-partner 

MINT-Begabungsförderung in und um Braunschweig (umfassende Übersichten): https://www.mint-bs.de/

Meine Bücher zur naturwissenschaftlichen Begabungsförderung vom Kleinkind bis zur Sekundarstufe I http://naturwissenschaften-mit-brausewetter.blogspot.de/2016/03/literatur-zur-naturwissenschaftlichen.html
  • inklusive Küchenchemie: für Kindergarten- und Grundschulalter zu Hause
  • inklusive Stoffe und Stoffeigenschaften: für Klasse 5/6 zu Hause
Ich wünsche allen Beteiligten, interessante und fruchtbare Einblicke in die faszinierende Welt der Mathematik, der Naturwissenschaften, der Informatik und der Technik!

Eure Kerstin Brausewetter

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Gesprächskreis Folgesitzungen: Schaffung eines förderlichen Umfeldes für unser Kind

Gesprächskreis für Eltern, Lehrkräfte und weitere Interessierte:
Begabte Kinder und Jugendliche in der Pubertät     
Begabte Kinder und Jugendliche stellen Eltern und Unterrichtende oftmals vor erhebliche Herausforderungen. Familienleben, Begabungsförderung, die Wahl der „richtigen“ Schule sowie Berufs- und Zukunftsorientierung sind altersrelevante Themen. Auch außerschulische Förderung und ehrenamtliches Engagement im Sinne eines anderen Ich-Erlebens der Jugendlichen spielen eine große Rolle.

In den folgenden Sitzungen wollen wir uns mit der Schaffung eines förderlichen Umfeldes für unser Kind befassen!

Dabei gehen wir gedanklich und theoretisch den Weg von einer ungünstigen Situation zu einer für unser Kind passenden Situation. Ziel ist es, dass sich Ende Januar 2017 die Situation aller Kinder und anwesenden Elternteile (in Stückchen) gebessert hat!



Genieße die Ferien und lass es dir und deiner Familie gut gehen
Deine Kerstin

P.S. Anregungen zur Schaffung einer passenden schulischen Umgebung in der Sekundarstufe I findest du hier.

Freitag, 30. September 2016

Mein großes Vorhaben: mein Live-Buch-Projekt "Zukunfts- und Berufsorientierung bei begabten Jugendlichen"

Was?

Ich habe mir etwas ganz fest vorgenommen: Mein geplantes Buch "Zukunfts- und Berufsorientierung bei begabten Jugendlichen" als Live-Buch-Projekt entstehen zu lassen.

Warum als Live-Buch?

Ich habe von den SchreibPowerTagen von Katja Glöckler gelesen und der Möglichkeit, ein Buch live zu schreiben und die eigene Community direkt einzubeziehen: das ist genau das, was ich jetzt brauche! Ich will Euch an der Entstehung meines Herzensprojektes teilhaben lassen!!!

Geplantes Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort: Geschafft!

2 Einleitung

3 Bedürfnisse als Grundlage der Zukunftsorientierung
3.1 Erwartungen der Umwelt an Jugendliche
3.2 Wie passen jugendliche Bedürfnisse und Erwartungen der Umwelt zusammen?

4 Überblick über das deutsche Schulsystem (KMK 2016a)

4.1 Allgemeinbildendes Schulwesen
4.1.1 Sekundarstufe I (KMK 2014)
4.1.2 Sekundarstufe II (KMK 2016b)
4.2 Schulen mit einem Begabungsschwerpunkt
4.2.1 Baden-Württemberg
4.2.2 Bayern
4.2.3 Berlin
4.2.4 Brandenburg
4.2.5 Hamburg
4.2.6 Hessen
4.2.7 Niedersachsen
4.2.8 Nordrhein-Westfalen
4.2.9 Rheinland-Pfalz
4.2.10 Saarland
4.2.11 Sachsen
4.2.12 Sachsen-Anhalt
4.2.13 Schleswig-Holstein
4.2.14 Thüringen

5 Kognitive Begabungsförderung während der Schulzeit

5.1  Fremdsprachen
5.1.1 Allgemeines
5.1.2 Bilingualer Sachfachunterricht
5.1.3 Spezielle Schulen
5.2 MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)
5.3 Gesellschaftswissenschaften
5.4 Besondere gymnasiale Bildungsgänge
5.5 Frühstudium

6 Musisch-künstlerische Begabungsförderung während der Schulzeit

6.1 Musik
6.2 Schauspiel
6.3 Bildende Kunst
6.4 Literatur
6.5 Journalistik
6.6 Tanz
6.7 Film
6.8 Sport

7 Stipendien für Schüler


8 Andere Länder
 

9 Ansprechpartner
 

10 Ausblick

11 Literatur  
 

1 Vorwort: Geschafft!
Ihr Kind hat einen Platz an der von Ihnen favorisierten weiterführenden Schule erhalten. Es dürfte jetzt 10 Jahre alt sein bei einer vierjährigen Grundschule bzw. 12 Jahre bei einer sechsjährigen Grundschule in Berlin und Brandenburg. Oder auch nicht, denn Früheinschulung, Zurückstellung vom Schulbesuch, Überspringen und Sitzenbleiben führen zu vielfältigen Alterskonstellationen zu Beginn der weiterführenden Schule.


Freuen Sie sich, dass Ihr Kind es schon bis hierhin geschafft hat!
Seien Sie gespannt auf seinen weiteren schulischen und beruflichen Weg:
Denn auch auf der neuen Schule stehen schon bald wichtige Entscheidungen an, z.B. die Wahl der zweiten Fremdsprache ab Klasse 6 oder 7 auf dem Gymnasium oder die Entscheidung für oder gegen eine zweite Fremdsprache bei Besuch der Real- oder Gesamtschule.


Dieses Buch nimmt Sie mit auf eine Reise durch das deutsche Bildungs- und Ausbildungssystem bis zur Studien- und Berufswahl. Im Fokus immer der begabte Jugendliche! Denn die zweite Fremdsprache kann mit darüber entscheiden, welches Fach an der Universität studiert werden darf.


Sie erfahren mehr über diese Zusammenhänge und über Möglichkeiten, fehlende Nachweise nachzuholen.

Fördermöglichkeiten intellektueller, musisch-künstlerischer und sportlicher Begabung werden im Hinblick auf eine entsprechende spätere Berufstätigkeit aufgezeigt.


Und obwohl manchmal der Eindruck entstehen mag, dass Begabte in Deutschland wenig Unterstützung (finanzieller Art) erhalten, werden Stipendien für Schüler und in der beruflichen Bildung vorgestellt.


Behalten Sie also den Überblick, auf dass Ihr dann erwachsenes Kind sagen kann:
„Geschafft! Ich habe den Beruf, der mich mit meinen Begabungen und Interessen zufriedenstellt!“


2 Einleitung

Wie wichtig (und oftmals) schwierig ist die Berufsorientierung für begabte Jugendliche!


Ich spreche neben Berufsorientierung auch von Zukunftsorientierung:
Nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen an vielen hochbegabten Jugendlichen und Erwachsenen geht es bei der Berufswahl nicht ausschließlich um interessierende Sachgebiete, zu erreichende Positionen, Verdienstmöglichkeiten und Jobsicherheit.
Es geht als übergeordnete Frage darum, wie ich leben will; wofür ich bereit bin, mich anzustrengen; was mich antreibt; was meine Vision ist!
Das können auch Themen sein, die der Jugendliche später vielleicht in der Familie, als Hobby oder im Ehrenamt verwirklichen will.

Nach der Klärung der Antriebs- und Motivationskräfte stellt sich die Frage nach der Umsetzung und Verwirklichung.

Und hier treffen wir dann auf die harten Fakten der Realität: ein Job als Produktdesigner ist bestimmt spannend, was mache ich aber, wenn ich nicht gut zeichnen kann? Es lernen?!
Das wäre die erste und zielführendste Antwort, um diesen Beruf erfolgreich auszuüben (und erstmal an einer entsprechenden Hochschule angenommen zu werden). Wenn man dies nicht schafft (oder sich dann doch nicht dazu motivieren kann), gilt es, Alternativen ausfindig zu machen.
Vielleicht wäre eine nebenberufliche Selbstständigkeit in diesem Bereich auf lange Sicht etwas, gepaart mit einem soliden Job, der einem den Unterhalt sichert. Dazu ist zu überlegen, welcher Art dieser Job sein könnte und welche Ausbildung man dafür benötigt. Und so geht dieser Prozess weiter, den wir in diesem Buch gemeinsam reflektieren.

Ich wünsche allen Jugendlichen (und ihren Eltern, Ausbildern und Begleitern) eine erfolgreiche und an der Persönlichkeit des Jugendlichen ansetzende Zukunftsorientierung!



Hannover, im Juli 2017    Ihre Kerstin Brausewetter



3 Bedürfnisse als Grundlage der Zukunftsorientierung

Begabte Jugendliche haben, wie alle Menschen, bestimmte Grundbedürfnisse. Ihre Befriedigung ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen in unserem Kulturkreis ihre Persönlichkeit entfalten können. Dies gilt auch für begabte Jugendliche, die zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse auf die Hilfe ihrer Umwelt angewiesen sind.


Der amerikanische Psychologe Abraham Maslow (1908-1970) unterschied folgende Grundbedürfnisse, die er hierarchisch anordnete (Abb. 1):




 

 





















Abbildung 1: Bedürfnispyramide nach Maslow (angelehnt an Gordon & Burch 2001, 123)


Nach seiner Auffassung können Bedürfnisse einer höheren Ebene nur befriedigt werden, wenn die Bedürfnisse der darunterliegenden Stufen bereits erfüllt sind.

So kann beispielsweise ein ängstlicher Mensch mit unbefriedigten Bedürfnissen der Stufe II (Sicherheitsbedürfnisse) keine Freundschaften schließen (Stufe III). Sind dagegen seine Bedürfnisse der Stufe I und II (Physiologische und Sicherheitsbedürfnisse) erfüllt, können auch die höheren Bedürfnisebenen befriedigt werden, wie soziale Beziehungen und Freundschaften der Stufe III oder die Entwicklung beruflicher Fähigkeiten auf Stufe IV. Die Ausprägung dieser Bedürfnisse ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt vom Alter ab.


Diesen Bedürfnissen der Jugendlichen stehen Erwartungen und Anforderungen der Umwelt gegenüber!

  

3.1 Erwartungen der Umwelt an Jugendliche

Zu den Entwicklungsaufgaben im Jugendalter gehören (Stangl 2015):

·      Bildung und Begabungsentfaltung: Die Jugendlichen müssen Herausforderungen in Schule und Beruf bewältigen. 



·      Entwicklung einer Zukunftsperspektive: Sie sollen herausfinden, was sie im Leben erreichen wollen und wie und wer sie sein wollen. 



·      Umgang mit dem eigenen sich verändernden Körper: Die Jugendlichen müssen die Veränderungen an ihrem Körper bewusst wahrnehmen und sich mit ihm „arrangieren“. 



·      Aufbau von (intimen) Beziehungen und Freundschaften: Erwerb und Ausbau sozialer Kompetenzen. 



·      Umgang mit der eigenen Geschlechterrolle: Dies kann Auswirkungen haben auf die berufliche Zukunftsorientierung z.B. im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Wahl geschlechtsspezifischer Berufe.



3.2 Wie passen jugendliche Bedürfnisse und Erwartungen der Umwelt zusammen?
Largo 2002 hat das Zürcher Fit-Konzept (Abb. 2) entwickelt, das „eine möglichst gute Übereinstimmung zwischen den individuellen Bedürfnissen […] und seiner Umwelt“ (Largo 2002, 248) anstrebt.




















Abbildung 2: Zürcher Fit-Konzept (angelehnt an Largo 2002, 248)



Übertragen auf Jugendliche ist das Ziel, dass sie sich wohl fühlen und aktiv sind.

Die Umwelt trägt zu diesem Wohlbefinden bei, indem die Bezugspersonen (z.B. Gleichaltrige, Eltern, Lehrer) Grundbedürfnisse des Jugendlichen befriedigen und ihn emotional unterstützen.

Die Umwelt ermöglicht darüber hinaus Entwicklung und Lernen sowie Zuwendung und soziale Anerkennung, in Schule, Ausbildung und Freizeit.


Eine mangelnde Passung zwischen Jugendlichem und Umwelt, auch Misfit (Largo 2002) genannt, äußert sich in zeitlich gestaffelter Abfolge (Abb. 3):
 

Abbildung 3: Misfit (angelehnt an Largo 2002, 303)



1. Im ersten Schritt führt die mangelnde Passung zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens und Selbstwertgefühls: der Jugendliche ist unglücklich und lustlos und wenig an seiner Umwelt interessiert. Dieses Stadium wird leicht von den Mitmenschen übersehen.
2. Der Jugendliche versucht aktiv, seine Bedürfnisse zu befriedigen.
3. Wenn der Misfit anhält und somit zu einer chronischen Belastung wird, reagiert der Jugendliche je nach seiner Veranlagung auf unterschiedliche Art und Weise: der eine zeigt auffälliges Verhalten, indem er z.B. aggressiv wird. Ein anderer entwickelt psychosomatische Symptome, wie z.B. Kopfschmerzen, und bei einem dritten treten Leistungseinbußen auf.
4. Wenn die Erfahrung der mangelnden Passung lange anhält, können „Kräfte und (…) Gegenwehr“ (Largo 2002, 304) des Jugendlichen nachlassen, er „wird antriebslos und entwickelt sich nur noch langsam“ (ebd.). Ein solcher Zusammenbruch ist eher selten.

Um diese Folgen einer mangelnden Passung zu vermeiden, werden in den folgenden Kapiteln vielfältige Möglichkeiten und Angebote unserer gesellschaftlichen Umwelt für (begabte) Jugendliche vorgestellt.



Mit dem Start in die weiterführende Schule hat Ihr Kind den Wechsel vom Primarbereich zum Sekundarbereich I vollzogen.

An den Sekundarbereich I schließt sich der Sekundarbereich II an, in dem Ihr Kind z.B. die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife erlangen kann.

Ein darauffolgendes Studium an Hochschule oder Universität ist dem Tertiären Bereich zuzuordnen.

In Deutschland unterscheidet man zwischen dem allgemeinbildenden und dem berufsbildenden Schulwesen.

Alle Schularten des Primar- und Sekundarbereichs I gehören zum allgemeinbildenden Schulwesen. Im Sekundarbereich II gibt es Schularten im allgemeinbildenden und im berufsbildenden Schulwesen.


Wir starten mit einer Betrachtung der Sekundarstufe I des allgemeinbildenden Schulwesens



4.1 Allgemeinbildendes Schulwesen

4.1.1 Sekundarstufe I (KMK 2014)


Bevor wir uns gleich auf eine Reise durch die Sekundarstufe I des deutschen Schulsystems begeben, vorab noch der Hinweis, sich nicht verwirren zu lassen:

da die einzelnen Bundesländer über die Kulturhoheit verfügen, ist jedes Land selbst primär für sein Schulsystem zuständig. Um ein Mindestmaß an Einheitlichkeit zu erreichen, arbeiten die Länder in der Kultusministerkonferenz (KMK) zusammen.


Die in diesem Kapitel vorgestellten Sachverhalte beziehen sich zumeist auf die aktuellen Beschlüsse der Kultusministerkonferenz. Das bedeutet aber auch, dass in den einzelnen Bundesländern abweichende oder weiterführende Regelungen bestehen können.



Tipp: Bitte informieren Sie sich deshalb rechtzeitig und umfassend über die für Ihr Bundesland jeweils gültigen Regelungen.


Mit dem Wechsel zur weiterführenden Schule haben Eltern in den meisten Bundesländern Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Schularten.

Anders als in vielen anderen Staaten folgt in Deutschland auf die gemeinsame vier- bis sechsjährige Grundschule (in Berlin und Brandenburg) im Sekundarbereich I ein gegliedertes System.

Dazu gehören prinzipiell folgende Schularten:
•    Hauptschule
•    Realschule
•    Gymnasium und
•    Gesamtschule.



Neben den oben genannten Schularten gibt es in jedem Bundesland weitere, die in der „Vereinbarung über die Schularten und Bildungsgänge im Sekundarbereich I“ (KMK 2014) namentlich aufgeführt sind.




Darüber hinaus gibt es verschiedene Förderschularten und Privatschulen z.B. mit konfessionellem Hintergrund oder besonderem pädagogischen Profil (u.a. Montessori-Schulen, Freie Waldorfschulen).

Die einzelnen Schularten unterscheiden sich in ihren Zielsetzungen:
•    Die Hauptschule vermittelt eine „grundlegende allgemeine Bildung“ (KMK 2014, 7),
•    die Realschule eine „erweiterte allgemeine Bildung“ (ebd.) und
•    das Gymnasium eine „vertiefte allgemeine Bildung“ (ebd.).



Am Gymnasium muss spätestens ab der 7. Klasse eine zweite Fremdsprache unterrichtet und gelernt werden. An anderen Schularten kann sie als Wahlpflichtfach angeboten werden. Dies trifft meist auf Real- und Gesamtschulen zu.
Das Thema der (zweiten) Fremdsprache wird uns, wie bereits im Vorwort angedeutet, auch weiterhin auf unserer Reise durch das allgemeinbildende und das berufsbildende Schulwesen begleiten!

Die Schulen vergeben am Ende der Sekundarstufe I folgende Schulabschlüsse:
•    Hauptschulabschluss:
Der Hauptschulabschluss ist der erste allgemeinbildende Schulabschluss, der am Ende der Jahrgangsstufe 9 erworben werden kann. Er wird genutzt für bestimmte berufsbildende Schulen und für verschiedene Berufsausbildungen. In einigen Bundesländern wird er Berufsbildungsreife (Berlin, Brandenburg und Bremen), in anderen Berufsreife (Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz) genannt.


•    Mittlerer Schulabschluss:
Der Mittlere Schulabschluss kann an verschiedenen allgemeinbildenden Schularten am Ende der Jahrgangsstufe 10 erworben werden. Er hat in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Bezeichnungen (KMK 2014) und berechtigt zum Eintritt in weiterführende schulische Bildungsgänge und wird genutzt für verschiedene Berufsausbildungen.



Tipp: Mit der Existenz verschiedener Schularten in der Sekundarstufe I bestehen bereits Wahlmöglichkeiten. Dies ist ein erster Ansatzpunkt zur Wahl einer individuell möglichst passenden schulischen Situation für den Jugendlichen!



4.1.2 Sekundarstufe II (KMK 2016b)

Auf den Sekundarbereich I folgt die Sekundarstufe II, die im allgemeinbildenden Schulwesen auch gymnasiale Oberstufe genannt wird.


Die Zielsetzung des Unterrichts in der gymnasialen Oberstufe ist die Vermittlung einer „vertiefte[n] Allgemeinbildung, [einer] allgemeine[n] Studierfähigkeit sowie [einer] wissenschaftspropädeutische[n] Bildung“ (KMK 2016b, 5).
Der Unterricht soll beispielhaft in „wissenschaftliche Fragestellungen, Kategorien und Methoden“ (KMK 2016b, 5) einführen und zur „Persönlichkeitsentwicklung und –stärkung, zur Gestaltung des eigenen Lebens in sozialer Verantwortung sowie zur Mitwirkung in der demokratischen Gesellschaft“ (ebd.) befähigen.

Die gymnasiale Oberstufe gliedert sich in eine einjährige Einführungsphase und eine zweijährige Qualifikationsphase.

Die reguläre Schulzeit (ohne Sitzenbleiben oder Überspringen von Klassenstufen) bis zum Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife beträgt 12 oder 13 Schuljahre.

Die einjährige Einführungsphase soll unterschiedliche Voraussetzungen bei den Schülern ausgleichen und in die Arbeit in der gymnasialen Oberstufe einführen.

Der Unterricht in der Qualifikationsphase erfolgt auf zwei Anspruchsebenen:
  • auf grundlegendem Anforderungsniveau und
  • auf erhöhtem Anforderungsniveau.
In der Qualifikationsphase belegen die Schüler je nach Landesregelung
  • mindestens 2 fünfstündige Fächer auf erhöhtem Anforderungsniveau oder
  • mindestens 3 vierstündige Fächer auf diesem Niveau.
Den Abschluss der gymnasialen Oberstufe bildet, am Ende der zweijährigen Qualifikationsphase, die Abiturprüfung.

Zur Verleihung der Allgemeinen Hochschulreife (= Abitur) müssen bestimmte Fächer in der Einführungsphase und in der Qualifikationsphase belegt werden. Aus den Noten der zweijährigen Qualifikationsphase und der Abiturprüfungen wird eine Gesamtpunktzahl ermittelt, die eine Endnote ergibt.

Die Allgemeine Hochschulreife ermöglicht den Zugang zu jedem Hochschulstudium.

Schüler, die die gymnasiale Oberstufe ohne Abitur verlassen, können einen Antrag auf Feststellung des Erwerbs der Fachhochschulreife (schulischer Teil) stellen. Diese Regelungen gelten nicht in den Bundesländern Bayern und Sachsen und werden von diesen auch nicht anerkannt.

Dies kann frühestens nach einem erfolgreichen einjährigen Besuch der Qualifikationsphase geschehen. Zur Erwerbsfeststellung müssen die Schüler bestimmte Leistungen nachweisen (KMK 2016b, 16f).


Zur Zuerkennung der vollständigen Fachhochschulreife muss ein berufsbezogener Teil nachgewiesen werden durch
•    „eine abgeschlossene Berufsausbildung“ (KMK 2016b, 17),
•    „ein einjähriges gelenktes Praktikum“ (ebd.) oder durch
•    „ein freiwillig abgeleistetes soziales oder ökologisches Jahr, den Wehr- oder Zivildienst sowie den Bundesfreiwilligendienst“ (ebd.) von einem Jahr.

Die Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an Fachhochschulen.

In der Einführungsphase müssen zwei Fremdsprachen belegt werden. Dabei kann es sich um zwei Fremdsprachen handeln, die in der Sekundarstufe I durchgängig belegt wurden (fortgeführte Fremdsprachen), oder um eine fortgeführte und eine weitere Fremdsprache, die neu in der Einführungsphase beginnt.


Falls Ihr Kind bereits in der Sekundarstufe I mindestens vier Jahre eine zweite Fremdsprache erlernt hat, kann damit die Belegung einer zweiten Fremdsprache in der Einführungsphase abgegolten sein.
Falls Ihr Kind vor Eintritt in die gymnasiale Oberstufe keinen oder keinen durchgehenden Unterricht in einer zweiten Fremdsprache hatte, muss es durchgehend in der Einführungsphase und in der Qualifikationsphase eine zweite Fremdsprache belegen.


Wege zur Fachhochschulreife und zur Fachgebundenen Hochschulreife ohne das Erlernen einer zweiten Fremdsprache werden im Kapitel zum berufsbildenden Schulwesen vorgestellt.


4.2 Schulen mit einem Begabungsschwerpunkt
4.2.1 Baden-Württemberg (Kompetenzzentrum für Hochbegabtenförderung 2015)

Hochbegabtenklassen an Gymnasien

Regierungspräsidium Freiburg

· Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach (in Kooperation mit dem)

· Hebel-Gymnasium Lörrach

· Heinrich-Suso-Gymnasium Konstanz

· Leibniz-Gymnasium Rottweil

· Scheffel-Gymnasium Lahr



Regierungspräsidium Karlsruhe

· Bismarck-Gymnasium Karlsruhe

· Kurfürst-Friedrich-Gymnasium Heidelberg

· Lessing-Gymnasium Mannheim

· Reuchlin-Gymnasium Pforzheim



Regierungspräsidium Tübingen

· Albert-Einstein-Gymnasium Ulm

· Ludwig-Uhland-Gymnasium Tübingen

· Spohn-Gymnasium Ravensburg



Regierungspräsidium Stuttgart

· Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach am Neckar

· Karls-Gymnasium Stuttgart

· Königin-Katharina-Stift Stuttgart

· Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn



Hochbegabtengymnasium

Landesgymnasium für Hochbegabte mit Internat und Kompetenzzentrum Schwäbisch Gmünd (www.lgh-gmuend.de)



4.2.2 Bayern (Bildung & Begabung 2017a)

(Hoch-)Begabtenförderung an Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien in Bayern

Modellversuch "TAFF" - Begabungsförderung an der Mittelschule


Projekt "Initiative Realschule 21"

    Wilhelm-Leibl-Realschule, Bad Aibling

    Ruth-Weiss-Realschule, Aschaffenburg

    Markgraf-Georg-Friedrich Realschule Heilsbronn

    Hans-Maier-Realschule, Ichenhausen

    Realschule an der Salzstraße, Kempten

    Städtische Realschule Kempten

    Gregor-von-Scherr-Schule, Neunburg v. W.

    Werner-von-Siemens-Realschule, Bad Neustadt

    Staatliche Realschule Oberding

    Staatliche Realschule Obergünzburg

    Staatliche Realschule Pfarrkirchen

    Max-Ulrich-von-Drechsel-Realschule, Regenstauf

    Städtische Realschule für Mädchen Rosenheim

    Realschule Roth

    Wilhelm-Sattler-Realschule, Schweinfurt

    Walther-Rathenau-Realschule, Schweinfurt

    Christoph-von-Schmid-Schule, Thannhausen

    Staatliche Realschule Trostberg

    Staatliche Realschule Vilsbiburg

    Staatliche Realschule Vohenstrauß

    Realschule im Stiftland, Waldsassen

    Realschule Wasserburg

Förderklassen für Hochbegabte an Gymnasien
    Gymnasium bei St. Stephan Augsburg
    Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth (mit Internat)
    Comenius-Gymnasium Deggendorf (mit Internat und Tagesheim)
    Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting
    Maria-Theresia-Gymnasium München
    Dürer-Gymnasium Nürnberg
    Kepler-Gymnasium Weiden
    Deutschhaus-Gymnasium Würzburg

4.2.3 Berlin (Bildung & Begabung 2017b)
Schulen mit Schnelllernerklassen:
4.2.4 Brandenburg (Bildung & Begabung 2017c)*
* siehe Hinweise in den Kommentaren

Schule
Profil
von-Saldern-Gymnasium Brandenburg
Förderung der individuellen Begabungsprofile
Evangelisches Gymnasium Hermannswerder Potsdam
musisch-künstlerisches Profil
Hermann-von-Helmholtz-Gymnasium Potsdam
mathematisch-naturwissenschaftliches Profil
Humboldt-Gymnasium Potsdam
Förderung der individuellen Begabungsprofile
Voltaire-Gesamtschule Potsdam
Sprachlich-gesellschaftswissenschaftliches Profil
Leibniz-Gymnasium Potsdam
sprachlich-naturwissenschaftliches Profil
Weinberg-Gymnasium Kleinmachnow
mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Profil
Ernst-Haeckel-Gymnasium Werder
mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Profil

Fläming-Gymnasium Belzig Marie-Curie-Gymnasium Ludwigsfelde
Förderung der individuellen Begabungsprofile
Förderung der individuellen Begabungsprofile
Kopernikus-Gymnasium Blankenfelde
sprachlich-naturwissenschaftliches Profil
Friedrich-Gymnasium Luckenwalde
Förderung der individuellen Begabungsprofile
Max-Steenbeck-Gymnasium Cottbus
mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Profil
Niedersorbisches Gymnasium Cottbus
gesellschaftswissenschaftlich-sprachliches Profil
Emil-Fischer-Gymnasium Schwarzheide
mathematisch-naturwissenschaftliches Profil
Friedrich-Engels-Gymnasium Senftenberg
sprachlich-naturwissenschaftliches Profil
Paul-Fahlisch-Gymnasium Lübbenau
Förderung der individuellen Begabungsprofile



Pückler-Gymnasium Cottbus
musisch-künstlerisches Profil


Erwin-Strittmatter-Gymnasium Spremberg
Förderung der individuellen Begabungsprofile


Sängerstadt-Gymnasium Finsterwalde
sprachlich-naturwissenschaftliches Profil


Friedrich-Schiller-Gymnasium Königs Wusterhausen
mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Profil


Humboldt-Gymnasium Eichwalde
gesellschaftswissenschaftliches Profil


Barnim-Gymnasium Bernau-Waldfrieden
mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Profil


Freies Gymnasium am Pfingstberg Panketal
Förderung der individuellen Begabungsprofile


Paulus-Praetorius-Gymnasium Bernau
sprachlich-kommunikativ-technisches Profil


Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Eberswalde
mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Profil



Carl-Friedrich-Gauß-Gauss-Gymnasium Frankfurt
mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Profil
Gymnasium Friedrich Anton von Heinitz Rüdersdorf
sprachliches Profil
Gymnasium Theodor Fontane Strausberg
Förderung der individuellen Begabungsprofile
Carl-Bechstein-Gymnasium Erkner
Förderung der individuellen Begabungsprofile
Albert-Schweitzer-Gymnasium Eisenhüttenstadt
sprachlich-naturwissenschaftliches Profil
Lise-Meitner-Gymnasium Falkensee
Förderung der individuellen Begabungsprofile
Leonardo da Vici-Campus Nauen
sprachliches Profil
Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Rathenow
Förderung der individuellen Begabungsprofile
Evangelische Schule Neuruppin, Gymnasium
motorisch-mathematisch-musisches Profil 

4.2.5 Hamburg (Bildung & Begabung 2017e)
Stadtteilschule Julius Leber
Stadtteilschule Bahrenfeld


4.2.6 Hessen (Bildung & Begabung 2017f) *
 * siehe Hinweise in den Kommentaren
Offene Schule Waldau, Kassel
Wilhelmsgymnasium, Kassel
Wilhelm-Filchner-Schule, Wolfhagen
Albert-Schweitzer-Schule, Kassel
Reformschule Kassel
Engelsburg, Kassel
Gesamtschule Kaufungen
Friedrichsgymnasium, Kassel
Wilhelm-Leuschner-Schule, Niestetal
Goethe-Gymnasium, Kassel
Gustav-Heinemann-Schule, Hofgeismar
Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule, Kassel
Willy-Brandt-Schule, Kassel

Dr.-Georg-August-Zinn-Schule, Gudensberg
Melanchthon-Schule Steinatal, Willingshausen-Steinatal
König-Heinrich-Schule, Fritzlar
Alte Landesschule, Korbach
Schwalmgymnasium, Schwalmstadt
Gustav-Stresemann-Gymnasium, Bad Wildungen

Gesamtschule Geistal, Bad Hersfeld
Friedrich-Wilhelm-Schule, Eschwege
Blumensteinschule, Wildeck-Obersuhl

Freiherr-vom-Stein-Schule, Fulda
Winfriedschule, Fulda
Marienschule, Fulda
Rabanus-Maurus-Schule, Fulda
Wigbertschule, Hünfeld

Alfred-Wegener-Schule, Kirchhain
Martin-Luther-Schule, Marburg
Adolph-Diesterweg-Schule
Wollenbergschule, Wetter
Elisabethschule, Marburg
Gymnasium Philippinum, Marburg
Landschulheim Steinmühle, Marburg-Cappel

Taunusschule, Bad Camberg
Gymnasium Philippinum, Weilburg
Peter Paul Cahensly-Schule, Limburg
Marienschule, Limburg
Alexander-von-Humboldt-Schule, Aßlar
Tilemannschule, Limburg
Goetheschule, Wetzlar

Gesamtschule Gießen-Ost
Landgraf-Ludwigs-Gymnasium, Gießen
Vogelsbergschule Schotten
Liebigschule, Gießen
Gesamtschule Hungen
August-Hermann-Francke-Schule, Gießen
Helmut-von-Bracken-Schule, Gießen
Alexander-von-Humboldt-Schule, Lauterbach
Sophie-Scholl-Schule, Gießen

Altkönigschule, Kronberg
Weidigschule, Butzbach
Singbergschule, Wölfersheim
St. Angela-Schule, Königstein
Berufliche Schule des Wetteraukreises, Butzbach
St. Lioba Schule, Bad Nauheim
Konrad-Lorenz-Schule, Usingen
Augustinerschule Friedberg
Taunusgymnasium, Königstein im Taunus
Phorms-Gymnasium, Steinbach
Bischof-Neumann-Schule, Königstein i.T.
Kaiserin-Friedrich-Gymnasium, Bad Homburg

Helene-Lange Schule, Wiesbaden
Leibnizschule, Wiesbaden
Gesamtschule Wallrabenstein, Hünstetten
St. Ursula-Schule, Geisenheim
Schule am Geisberg (BFZ), Wiesbaden
Obermayr Europa-Schule, Wiesbaden
Erich-Kästner-Schule (BFZ), Idstein
Internatsschule Schloss Hansenberg, Geisenheim-Johannisberg

Bertha-von-Suttner-Schule, Mörfelden-Walldorf
Main-Taunus-Schule, Hofheim
Mendelssohn-Bartholdy-Schule, Sulzbach
Graf-Stauffenberg-Gymnasium, Flörsheim am Main
Montessori-Schule Hofheim
Neues Gymnasium, Rüsselsheim
Konrad-Adenauer-Schule, Kriftel
Alexander-von-Humboldt-Schule, Rüsselsheim
Heinrich-Böll-Schule, Hattersheim
Weingartenschule, Kriftel

IGS-Nordend, Frankfurt am Main
Lichtigfeld-Schule Gymnasium, Frankfurt am Main
Ernst-Reuter-Schule II, Frankfurt am Main
Freie Christliche Schule, Frankfurt am Main

Schillerschule, Offenbach am Main
Rudolf-Koch-Schule, Offenbach am Main
Georg-Büchner-Schule, Rodgau-Jügesheim
Goetheschule, Neu Isenburg
Oswald-von-Nell-Breuning-Schule, Rödermark
Dreieichschule, Langen
Heinrich-Heine-Schule, Dreieich
Hermann-Hesse-Schule, Obertshausen
Ernst-Reuter-Schule, Dietzenbach
Montessori-Schule Mühlheim
Weibelfeldschule, Dreieich
Adolf-Reichwein-Schule, Langen
Oswald-von-Nell-Breuning-Schule (Abteilung 2), Offenbach

Otto-Hahn-Schule, Hanau
Hohe Landesschule, Hanau
Henry-Harnischfeger-Schule, Bad Soden-Salmünster
Franziskanergymnasium Kreuzburg, Großkrotzenburg
Erich-Kästner-Schule, Maintal
Karl-Rehbein-Schule, Hanau
Bertha-von-Suttner-Schule, Nidderau
Comeniusschule, Bad Orb
Friedrich-August-Genth-Schule, Wächtersbach
Kopernikusschule, Freigericht

Joachim-Schumann-Schule, Babenhausen
Bachgauschule, Babenhausen
Schule auf der Aue, Münster
Ludwig-Georgs-Gymnasium, Darmstadt
Melibokusschule, Alsbach-Hähnlein
Eleonorenschule, Darmstadt
Max-Planck-Gymnasium, Groß-Umstadt

Geschwister-Scholl-Schule, Bensheim
Starkenburg-Gymnasium, Heppenheim
Lessing-Gymnasium, Lampertheim
Albertus-Magnus-Schule, Viernheim
Altes Kurfürstliches Gymnasium, Bensheim
Goethe-Gymnasium, Bensheim
Litauisches Gymnasium, Lampertheim-Hüttenfeld
Gymnasium Michelstadt
Martin-Luther-Schule, Rimbach



4.2.7 Niedersachsen (Bildung & Begabung 2017g) *
* siehe Hinweise in den Kommentaren
KGS Kirchweyhe Weyhe

GY Sulingen

GY Bruchhausen-Vilsen

GY Syke

(H)RS Twistringen

GY Twistringen

KGS Brinkum Stuhr

KGS Moordeich Stuhr

G(H)S Klütschule Hameln

IGS Hameln

GY Schiller Hameln



IGS List Hannover

IGS Bothfeld Hannover

GY Leibnizschule Hannover

GY Kaiser Wilhelm u. Rats Hannover

GY Goetheschule Hannover

GY Hannah Arendt Barsinghausen

KGS Barsinghausen

GY Langenhagen Langenhagen

RS Lehrte

GY Lehrte

IGS Springe

GY Otto Hahn Springe

KGS Ernst-Reuter-Schule Pattensen



(H)RS Otto-Hahn-Schule Wunstorf

Hölty-GY Wunstorf

RS Wedemark W., OT Mellendorf

GY Mellendorf W., OT Mellendorf
IGS Wedemark

GY Alfeld

GS (FöS-LE) Albert Schweitzer Sarstedt

GY Sarstedt

Gutenbergschule - FöS LE Hoya

G(H)S Am Weserbogen Hilgermissen

G(H)S Bücken

G(H)S Eystrup

GY Johann-Beckmann Hoya

GY Adolfinum Bückeburg

IGS Schaumburg Stadthagen

Ratsgymnasium Stadthagen

Wilhelm-Busch-Gymnasium Stadthagen



GY Wilhelm Braunschweig

GY Neue Oberschule Braunschweig

GY Dr. Wilhelm- Meyer-Gym. Braunschweig

GY Europaschule Humboldt Gifhorn

GY Otto Hahn Gifhorn

GOBS Wittingen

GY Hankensbüttel

GY Sybilla Merian Meinersen

GY Hainberg Göttingen

GY Max Planck Göttingen

GY Felix Klein Göttingen

RS Goldene Aue Goslar

GY Christian von Dohm Goslar

GY Jacobson Seesen

GY Julianum Helmstedt

GY Anna-Sophianeum Schöningen

GY Roswitha Bad Gandersheim

GY Corvinianum Northeim

GY Ernst Moritz Arndt Herzberg

KGS Bad Lauterberg

GY Tilman-Riemenschneider Osterode

RS Vechelde

GY Am Silberkamp Peine

GY Vechelde

Ratsgymnasium Peine

GS (FöS SR) Kranichdamm Salzgitter

GY am Fredenberg Salzgitter

GY Salzgitter-Bad

G(H)S Wilhelm Raabe Wolfenbüttel

RS Leibniz Wolfenbüttel

GY im Schloß Wolfenbüttel

GY Theodor Heuss Wolfenbüttel

GY Theodor Heuss Wolfsburg



Sprachheilschule Celle (FöS Schwerpunkt Sprache)

GY Ernestinum Celle

G(H)S Dahlhof Bergen

GHS Unterlüß

GY Christian Hermannsburg

GY Amandus-Abendroth Cuxhaven

GY Wesermünde Bremerhaven

GY Fritz Reuter Dannenberg

GOBS Neuenkirchen

GY Soltau

GY Wilhelm Raabe Lüneburg

OBS Lüneburg-Oedeme

GY Oedeme Lüneburg

GY Osterholz-Scharmbeck

IGS Osterholz-Scharmbeck

GY Eichenschule Scheeßel

GY Sottrum

OBS Carl-Friedrich-Gauß Zeven

KGS Sittensen

GY St.Viti Zeven

IGS Rotenburg

Ratsgymnasium Rotenburg

GY Athenaeum Stade

GY Vincent Lübeck Stade

GY Lessing Uelzen

GY am Wall Verden

GY Dom Verden

GOBS Waldschule Buchholz

GY Albert Einstein Buchholz

GHS Hittfeld Seevetal

GY Hittfeld Seevetal



GY Ulricianum Aurich

KGS Wiesmoor

GOBS Lindern

GY Copernicus Löningen

GY Max-Planck Delmenhorst

GY Windthorst Meppen

GY Georgianum Lingen

GOBS Ludgerus-Schule Rhede

OBS Papenburg

GY Papenburg

GY am Treckfahrtstief Emden

GY Johannes Althusius Emden

GY Marien Jever

OBS Varel

OBS Obenstrohe Varel

GY Lothar Meyer Varel

RS Möörkenschule Leer

GY Teletta Groß Leer

GY Ubbo Emmius Leer

GY Rhauderfehn

GY Nordhorn

G(H)S Gildehaus Bad Bentheim

GY Burg Bad Bentheim

G(H)S Carl-van-der-Linde-Schule Veldhausen Neuenhaus

GY Lise-Meitner Neuenhaus/Uelsen

OBS Alexanderstraße Oldenburg

GY Cäcilienschule Oldenburg

IGS Flötenteich Oldenburg

GY Ganderkesee

OBS Berge

IGS Fürstenau

OBS Ankum

GY Bersenbrück

G(H)S Gellenbeck Hagen a. T. W.

GY Oesede Georgsmarienhütte

GY Bad Iburg

G(H)S Riemsloh Melle

G(H)S Wellingholzhausen Melle

GY Melle

GY In der Wüste Osnabrück

GY Rats Osnabrück

GY Ernst-Moritz-Arndt Osnabrück

GY Antonianum Vechta

Neues Gymnasium Wilhelmshaven

IGS Wilhelmshaven

GY Brake

OBS am Luisenhof Nordenham

OBS 1 Nordenham

GY Nordenham

GOBS Friedrichsfehn Edewecht

GY Bad Zwischenahn-Edewecht

Schule a. d. Goethestr.– FöS LE - Westerstede

GY Westerstede

KGS Alexander von Humboldt Wittmund

Niedersächsisches Internatsgymnasium Esens


4.2.8 Nordrhein-Westfalen (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen 2017) *
* siehe Hinweise in den Kommentaren

Projektschulen im „Netzwerk Hochbegabtenförderung NRW“

Bergstadt-Gymnasium, Lüdenscheid http://www.bergstadt-gymnasium.de/
Carl-Fuhlrott-Gymnasium, Wuppertal http://www.cfg.wtal.de/fset.htm

Einstein-Gymnasium, Rheda-Wiedenbrück http://www.einsteinfreun.de/Hauptseite

Geschwister-Scholl Gymnasium, Lüdenscheid http://gsg@gsg-mk.de/
Geschwister-Scholl -Gymnasium Pulheim http://gsg.intercoaster.de/
Gymnasium Luisenschule, Mülheim a. d. Ruhr http://www.joomla.luisenschule-mh.de/
Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Münster http://www.muenster.org/hittorf/hittorf/Start/



4.2.9 Rheinland-Pfalz (Bildung & Begabung 2017h)

BEGYS: "Begabtenförderung am Gymnasium mit Verkürzung der Schulzeit":

für motivierte, leistungsfähige und leistungsbereite Schüler des Gymnasiums, die ab Klassenstufe 7 mit Zustimmung der Eltern und auf Vorschlag durch die Klassenkonferenzen die Mittelstufe des Gymnasiums (Klasse 7-10) um ein Jahr schneller durchlaufen; Überspringen im Klassenverband der 9. Jahrgangsstufe
Nikolaus-von-Kues-Gymnasium, Bernkastel-Kues
Carl-Bosch-Gymnasium, Ludwigshafen
Gymnasium auf dem Asterstein, Koblenz
Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium, Speyer
Johann-Wolfgang-Goethe-Gymnasium, Germersheim
Herzog-Johann-Gymnasium, Simmern
Eleonoren-Gymnasium, Worms
Gymnasium Nieder-Olm
Private Maria Ward Schule, Mainz
Albert-Einstein-Gymnasium, Frankenthal
Kopernikus-Gymnasium, Wissen
Hugo-Ball-Gymnasium, Pirmasens


Schulen für Hochbegabtenförderung/Internationale Schulen 
Sprachangebot: Prinzip bilingualer Züge
neben dem Abitur ein zweiter internationaler Schulabschluss (das Abi-Bac)
weitere Zertifizierungen (z.B. CertiLingua) möglich
Zusatzangebote für Schüler mit einem internationalen Hintergrund: insbesondere muttersprachliche Unterrichtsangeboten sowie in Form von Deutsch als Fremdsprache
Kooperation mit Hochschulen
für Schüler der Sekundarstufe I und II: Möglichkeit, Lehrveranstaltungen an den Hochschulen zu besuchen, Leistungsnachweise zu erwerben (können im Rahmen eines späteren Studiums anerkannt werden oder auch Eingang in die Leistungsfeststellung der Schule finden)
hbf/is – Schulen mit Ganztagesangebot
Unterrichtsangebote durch Mitarbeiter von Firmen in Schulen oder Einbindung von Schülern in Firmenprojekte
Partnerschaften mit privaten und öffentlichen Institutionen und Vereinen (Durchführung von Wettbewerben und von Veranstaltungen zu philosophischen, politischen, künstlerischen und weltanschaulichen Themen)

Schule für Hochbegabtenförderung / Internationale Schule (hbf/is)
Heinrich-Heine-Gymnasium KaiserslauternOtto-Schott-Gymnasium Mainz-GonsenheimAuguste-Viktoria-Gymnasium TrierMax-von-Laue-Gymnasium Koblenz

4.2.      4.2.10 Saarland (Bildung & Begabung 2017i)
Fördergruppen an weiterführenden Schulen
Spezielle Förderung in Kleingruppen außerhalb des Regelunterrichts
Albert-Schweitzer-Gymnasium, Dillingen







Querdenkertage an weiterführenden Schulen


4.2.11 Sachsen (Bildung & Begabung 2017j)
  • Sächsisches Landesgymnasium Sankt Afra: Internatsgymnasium für hochbegabte Schüler der Klassenstufen 7 bis 12
  • Gymnasien im Netzwerk GIFted- Gymnasiales Netzwerk Individuelle Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler



















4.2.12 Sachsen-Anhalt (Bildung & Begabung 2017k)


Netzwerkschulen mit zwei Lernbegleitern:


Weitere Gymnasien im Netzwerk


4.2.13 Schleswig-Holstein (Bildung & Begabung 2017l)

"Kompetenzzentrum Begabtenförderung Sek. I und II"

neun Gymnasien und zwei Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe




Projekt "SH i B- Schleswig-Holstein inklusive Begabtenförderung"


4.2.14 Thüringen (Thüringer Schulportal o.J.)
Lobdeburgschule Jena 
http://lobdeburgschule.weebly.com/begabtenfoumlrderung.html

 Begabtenförderung in der Region Saalfeld-Rudolstadt

  • Gymnasium: Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 bis 8 werden systematisch in den Bereichen Mathematik und Sprachen gefördert; Vorbereitung auf Wettbewerbe



5 Kognitive Begabungsförderung während der Schulzeit
An einigen Schulen gibt es spezielle Unterrichtsangebote, die den Interessen einzelner begabter Schüler entsprechen. Die hier vorgestellten Angebote wenden sich nicht speziell an hochbegabte Schüler, sondern stehen prinzipiell allen interessierten und leistungsfähigen Schülern offen. Sie werden hier nach Fächergruppen aufgeführt und sind nicht allumfassend.


5.1 Fremdsprachen
5.1.1 Sprachenangebot 

Weiterführende Schulen bieten teilweise unterschiedliche Fremdsprachen an. Während Englisch wohl an allen weiterführenden Schulen in Deutschland unterrichtet wird, bieten humanistische Gymnasien / Schulen mit altsprachlichem Zweig Latein und Altgriechisch als Unterrichtsfächer an. Teilweise setzt der Unterricht in diesen Sprachen früher ein als an anderen weiterführenden Schulen.
So ein Frühfremdsprachenunterricht gibt es an den meisten Grundschulen im Fach Englisch, manchmal auch in anderen Fremdsprachen. Aber auch an weiterführenden Schulen gibt es teilweise einen Frühfremdsprachenunterricht in modernen Fremdsprachen: beispielsweise als Französischunterricht ab Klasse 5.
Manche Schulen bieten die Möglichkeit, eine dritte oder sogar vierte Fremdsprache zu erlernen, im Unterricht oder im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft.

Schüleraustausch oder die Unterstützung bei einem Schuljahr im Ausland sind Möglichkeiten für Schüler, Land und Leute im Zielland kennen zu lernen. Manche Schulen bieten hier Unterstützung, durch Informationsveranstaltungen oder sogar durch Kooperationen und Partnerprogramme.
Brieffreundschaften mit Partnerschulen, Projekte im Rahmen von
Erasmus+ Schulbildung oder von Europaschulen dienen ebenso diesem Zweck wie das Vorbereiten auf die Teilnahme an zertifizierten Sprachprüfungen und Wettbewerben.

Außerdem besteht für Schüler mit Migrationsgeschichte bzw. für Kinder, die zwei- und mehrsprachig aufwachsen, die Möglichkeit, am herkunftssprachlichen Unterricht teilzunehmen. Dieser ist in den Bundesländern unterschiedlich organisiert, für Nordrhein-Westfalen z.B. gelten diese Regelungen.

5.1.2 Bilingualer Unterricht
Ein ganz besonderes Angebot, auch für fremdsprachenbegeisterte Jugendliche, ist
bilingualer Unterricht. Dies ist Unterricht in einem Sachfach, z.B. Biologie, in dem nicht vorrangig auf Deutsch unterrichtet wird, sondern in dem eine Fremdsprache als vorherrschende Unterrichtssprache Verwendung findet. Im Gegensatz zum reinen Fremdsprachenunterricht in den lebenden Sprachen (z.B. Englisch, Französisch, Spanisch, etc.) erleben die Schüler die Fremdsprache als Unterrichtssprache, als Kommunikationsmittel, um sich über Unterrichtsinhalte mit dem Lehrer und den Mitschülern auszutauschen.
Die Unterrichtsinhalte haben mit dem Sachfach zu tun, sie entsprechen denen des deutschsprachigen Sachfachunterrichts, d.h. die Schüler behandeln z.B. im englischsprachigen bilingualen Geschichtsunterricht die gleichen Inhalte wie die Schüler der gleichen Klassenstufe im rein deutschsprachigen Geschichtsunterricht.
Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug gibt es mittlerweile in allen Bundesländern.


5.1.3 Schulen mit besonderem Fremdsprachenangebot
Diese Schulen wurden im Zusammenhang mit Begabtenförderung genannt. Darüberhinaus gibt es deutlich mehr Schulen, die einzelne der oben genannten Angebote im Fremdsprachenbereich machen (siehe auch Links unter 5.1). Außerdem gibt es weitere englischsprachige/internationale/ausländische Schulen, die hier nicht explizit aufgelistet sind, die aber speziell für fremdsprachlich interessierte und begabte Schüler von Interesse sein können (siehe auch 5.4).
 
5.1.3.1 Berlin (Bildung & Begabung 2017b)
Bilingualer Unterricht

Altsprachliches Angebot mit Latein und Alt-Griechisch
5.1.3.2 Bremen (Bildung & Begabung 2017d)
Bremerhaven
Bremen
5.1.3.3 Nordrhein-Westfalen (Schulministerium Nordrhein-Westfalen 2015)
Aufgelistet sind Schulen verschiedener Schulformen mit bilingualen Angeboten.


5.1.3.4 Saarland (Bildung und Begabung 2017i)
Binationale Schulen
Deutsch-Luxemburgisches Schengen-Lyzeum Perl
Deutsch-Französisches Gymnasium Saarbrücken
Fremdsprachen die im regulären Unterricht selten gelehrt werden (wie Japanisch, Chinesisch, Arabisch, Polnisch, Russisch und Türkisch):
Sprachenzentrum der Universität des Saarlandes: für Schüler der Klassenstufen 10 bis 13 an allgemein bildenden und beruflichen Schulen gibt es kostenlose landeszentrale Arbeitsgemeinschaften.

5.1.3.5 Sachsen (Bildung & Begabung 2017j)
Gymnasien mit vertiefter sprachlicher Ausbildung
drei Fremdsprachen
5.1.3.6 Sachsen-Anhalt (Bildung & Begabung 2017k)
Schulen mit Schwerpunkt Fremdsprachen
Europaschulen
„Kriterienkatalog
1.  Integration europäischer Themen
2.  Fremdsprachenlernen
3.  Projektorientierte Schulpartnerschaften und Praktika
4.  Personalqualifizierung und -entwicklung
5.  Europaschule in der Region
6.  Qualitätssicherung“:
https://www.bildung-lsa.de/themen/schule_international/netzwerk_europaschulen.html

Sekundarschulen
Ganztagsschule August Bebel, Blankenburg

Sekundarschule Carl von Clausewitz, Burg

Schulzentrum J.F. Walkhoff, Gröbzig

Sekundarschule Am Gröpertor, Halberstadt

Sekundarschule Johann Christian Reil, Halle (Saale)

Sekundarschule J.W. Goethe, Ilsenburg

Gymnasien
Gymnasium Stephaneum, Aschersleben

Walther-Rathenau-Gymnasium, Bitterfeld

Gymnasium Walter-Gropius, Dessau-Rosslau

Gymnasium Gommern, Gommern

Landesgymnasium Latina August-Hermann Francke, Halle (Saale)

Luther-Melanchthon-Gymnasium, Lutherstadt Wittenberg

Hegel-Gymnasium, Magdeburg

Ökumenisches Domgymnasium, Magdeburg

Richard-von-Weizsäcker-Gymnasium, Thale


Berufsbildende Schulen des Landkreises Wittenberg, Lutherstadt Wittenberg

Berufsbildende Schulen des Landkreises Börde, Oschersleben

Berufsbildende Schulen I Berufsschulzentrum des Landkreises Stendal, Stendal


5.1.3.7 Thüringen (Thüringer Schulportal o.J.)
Spezialgymnasien und Gymnasien mit Spezialklassen
In Spezialgymnasien und Gymnasien mit Spezialklassen (besonderer Schulzweig eines Staatlichen Gymnasiums) werden besonders interessierte und geeignete Schüler begabungsgerecht gefördert. Die Anmeldung für den Besuch eines Spezialgymnasiums oder einer Spezialklasse erfolgt durch die Eltern. Eine Aufnahme ist nach erfolgreicher Teilnahme an einer Eignungsprüfung möglich.
Salzmannschule Schnepfenthal, Staatliches Spezialgymnasium für Sprachen

11 Literatur
Bildung & Begabung (2017a). Bayern: Informationen rund um die Begabtenförderung im Bundesland. Verfügbar unter https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/laender-special/laender-special-bayern



Bildung & Begabung (2017b). Berlin: Informationen rund um die Begabtenförderung im Bundesland. Verfügbar unter https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/laender-special/laender-special-berlin



Bildung & Begabung (2017c). Brandenburg: Informationen rund um die Begabtenförderung im Bundesland. Verfügbar unter https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/laender-special/laender-special-brandenburg


Bildung & Begabung (2017d). Bremen: Informationen rund um die Begabtenförderung im Bundesland. Verfügbar unter https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/laender-special/laender-special-bremen
 

Bildung & Begabung (2017e). Hamburg: Informationen rund um die Begabtenförderung im Bundesland. Verfügbar unter https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/laender-special/laender-special-hamburg

Bildung & Begabung (2017f). Hessen: Informationen rund um die Begabtenförderung im Bundesland. Verfügbar unter https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/laender-special/laender-special-hessen/welche-schulen-in-hessen1


Bildung & Begabung (2017g). Niedersachsen: Informationen rund um die Begabtenförderung im Bundesland. Verfügbar unter https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/laender-special/laender-special-niedersachsen/fruehkindliche-und-schulische-foerderung-in-niedersachsen



Bildung & Begabung (2017h). Rheinland-Pfalz: Informationen rund um die Begabtenförderung im Bundesland. Verfügbar unter https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/laender-special/laender-special-rheinland-pfalz/welche-schulen-in-rheinland-pfalz/gymnasien-rheinland-pfalz






Bildung & Begabung (2017j). Sachsen: Informationen rund um die Begabtenförderung im Bundesland. Verfügbar unter https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/laender-special/laender-special-sachsen/fruehkindliche-und-schulische-foerderung-in-sachsen


Bildung & Begabung (2017k). Sachsen-Anhalt: Informationen rund um die Begabtenförderung im Bundesland. Verfügbar unter https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/laender-special/laender-special-sachsen-anhalt/schulische-foerderung-in-sachsen-anhalt



Bildung & Begabung (2017l). Schleswig-Holstein: Informationen rund um die Begabtenförderung im Bundesland. Verfügbar unter https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/laender-special/laender-special-schleswig-holstein/kitas-und-schulen-in-schleswig-holstein

Gordon, T. & Burch, N. (2001). Die neue Beziehungskonferenz: Effektive Konfliktbewältigung in Familie und Beruf. München: Heyne.



Kompetenzzentrum für Hochbegabtenförderung (2015). Hochbegabtenförderung in Baden-Württemberg. Verfügbar unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/rps/Abt7/Ref75/FuT/Documents/Hochbegabtenfoerderung_BW.pdf


KMK (2014). Vereinbarung über die Schularten und Bildungsgänge im Sekundarbereich I. Verfügbar unter
http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/1993/1993_12_03-VB-Sek-I.pdf 


KMK (2016a). Grundstruktur des Bildungswesens in der Bundesrepublik Deutschland: Diagramm. Verfügbar unter
https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/Dokumentation/dt-2015.pdf

KMK (2016b). Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II. Verfügbar unter
http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/1972/1972_07_07-Vereinbarung-Gestaltung-Sek2.pdf



Landesportal Brandenburg (2017). Begabungsförderung: Spezialschulen Sport. Verfügbar unter https://mbjs.brandenburg.de/sport/schulsport/begabungsfoerderung-spezialschulen-sport.html

Largo, R. H. (2002). Kinderjahre: Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung (6. Auflage). München: Piper.



Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (2017). Projektschulen im „Netzwerk Hochbegabtenförderung NRW“. Verfügbar unter http://www.zukunftsschulen-nrw.de/cms/front_content.php?idcat=359

Schulministerium Nordrhein-Westfalen (2015). Schulen mit bilingualen Angeboten. Verfügbar unter https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Unterricht/Lernbereiche-und-Faecher/Fremdsprachen/Bilingualer-Unterricht/A_Schulen.pdf


Stangl, W. (2015). Entwicklungsaufgaben im Jugendalter. Verfügbar unter http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PSYCHOLOGIEENTWICKLUNG/EntwicklungsaufgabeJugend.shtml

Thüringer Schulportal (o.J.). Begabungsförderung: Schulische Angebote. Verfügbar unter https://www.schulportal-thueringen.de/begabungsfoerderung/schulische_angebote